Fachbereich Bund + Länder NRW

    DGB: Öffentlicher Dienst braucht dringend mehr Personal

    DGB: Öffentlicher Dienst braucht dringend mehr Personal

    DGB DGB DGB

    Der Personalaufbau im öffentlichen Dienst muss "dringend ausgeweitet und verstetigt werden", fordert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.

    Zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Personal im öffentlichen Dienst erklärt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack:

    "Der Personalzuwachs vor allem im sozialen Sektor, an Hochschulen sowie im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist gut und richtig. Dennoch gibt es bereits jetzt Personallücken, die noch größer werden dürften, weil in den nächsten Jahren viele Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. Deshalb muss der Personalaufbau im öffentlichen Dienst dringend ausgeweitet und verstetigt werden.

    Die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst haben sich in den letzten Jahren zum Teil stark verschlechtert. Zeitverträge und geringfügige Beschäftigung sind keine Seltenheit mehr. Der Einsatz prekärer Beschäftigungsformen droht zu einer Abwertung der Arbeit im öffentlichen Sektor zu führen – obwohl die Dienstherren verstärkt mit der Privatwirtschaft um Fachkräfte konkurrieren. Auch die digitale Verwaltung braucht Personal und gute Arbeitsbedingungen obendrein, um Fachkräfte halten zu können. Der DGB fordert eine zukunftsfähige Personalpolitik – dazu gehört eine bedarfsgerechte Stellenausstattung ebenso wie ein funktionierendes Gesundheitsmanagement und ein Ende der sachgrundlosen Befristungen."

    Quelle: http://www.dgb.de/themen/++co++8c3994ee-5730-11e7-a932-525400e5a74a

    Und was passiert in NRW? Die neue Landesregierung kündigt deutlich mehr Personal für Bildung und innere Sicherheit an, aber in Summe soll es nicht mehr Personal werden.

    Dies bedeutet allerdings automatisch auch einen genauso massiven Personalabbau in den verbleibenden Bereichen der Landesverwaltung. Vor allem die Landesfinanzverwaltung wird hiervon absehbar betroffen sein, zumindest ist dies zu befürchten. Konkrete Aussagen dazu sind im schwarz/gelben Koalitionsvertrag leider nicht zu finden.

    Aber auch Privatisierungen z.B. einzelner Landesbetriebe bzw. Personalverschiebungen an Bund und Kommunen sind wieder vorstellbar. Auch hier lässt der Koalitionsvertrag eine Menge Interpretationsspielraum. Wir erwarten jedenfalls zeitnah konkrete Antworten der neuen Landesregierung und werden berichten …