Beamte

    Beamte werden wieder häufiger dienstunfähig

    Beamte werden wieder häufiger dienstunfähig

    Zum ersten Mal seit vielen Jahren schnellt die Zahl der Beamten in die Höhe, die wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in Pension gehen. Besonders auffällig ist die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen.

    Lärmende Schüler, unverschämte Antragsteller, bissige Hunde auf Briefträgerjagd: Ob in Schulen oder auf Ämtern, ob in Post- oder Polizeidienst – Beamte sind großen Belastungen ausgesetzt. Psychischen. Aber auch, etwa bei Bahn und Bundeswehr, physischen.

    Manche schaffen es daher nicht, sich bis zum Erreichen der Altersgrenze zur Arbeit zu schleppen. Und es werden wieder mehr. Im Jahr 2015 ist die Zahl der Beamten, die dienstunfähig geschrieben wurden, erstmals seit 2005 wieder nennenswert gestiegen. 

    Entsprechende Zahlen veröffentlichte gerade das Statistische Bundesamt, tief vergraben in seiner Fachserie 14, Reihe 6.1 („Versorgungsempfänger des öffentlichen Dienstes“).

    Demnach wurden 2014 genau 9895 Beamte als dienstunfähig anerkannt und in den Ruhestand versetzt. 2015 waren es 10480 – das entspricht einem Zuwachs binnen Jahresfrist um fast sechs Prozent. 

    Zum Vergleich: Die Zahl der Beamten, die sich aus dem Berufsleben zurückzogen, weil sie die Altersgrenze erreicht hatten, stieg auch – aber nur um 0,3 Prozent.

    Dienstunfähigkeit ist finanziell unattraktiver 

    Eigentlich ist der Trend rückläufig. In den vergangenen anderthalb Dekaden ist die Zahl der Dienstunfähigkeitsatteste nur in zwei Jahren gestiegen, und beide Male, 2005 und 2008, waren die Zuwächse im Jahresvergleich mit 1,8 beziehungsweise 0,2 Prozent deutlich geringer ausgefallen als 2015.

    Quelle und mehr: https://www.welt.de/wirtschaft/article160342829/Beamte-werden-wieder-haeufiger-dienstunfaehig.html