Bundesbeamte

    Bund: Besoldung folgt Tarif

    Bund: Besoldung folgt Tarif

    Besoldung Bund Kay Herschelmann Besoldung Bund

    Tarifeinigung erzielt

    Am 17. April 2018 konnte in der dritten Verhandlungsrunde eine Tarifeinigung mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern erreicht werden. Mit der Tarifeinigung werden drei Leitlinien umgesetzt:

    • Überproportionale Steigerung für Fachkräfte, um den öffentlichen Dienst in der Konkurrenz zur Privatwirtschaft wettbewerbsfähig zu machen.
    • Erhöhung der Stufe 1 in allen Entgeltgruppen um gut 10 Prozent, um den öffentlichen Dienst für Berufseinsteiger attraktiver zu machen.
    • Deutliche Erhöhungen in den unteren und mittleren Entgeltgruppen, um auch dort einen ausreichenden Einkommenszuwachs sicher zu stellen. Es gibt keinen Tabellenwert, der um weniger als 175 Euro angehoben wird. In vielen Fällen sind es 200 bis 250 Euro im Monat.

    Damit ist ein deutlicher Schritt erreicht, um dem Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst entgegen zu wirken und seine Funktionsfähigkeit zu sichern.

    Die Tabellenerhöhungen fallen für alle Entgeltgruppen und -stufen unterschiedlich aus, das Gesamtvolumen von 7,5 Prozent stellt die Gesamtwirkung über alle Entgeltgruppen dar und ergibt sich aus insgesamt drei Erhöhungsschritten bei einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Der erste Schritt erfolgt rückwirkend ab 1. März 2018, der zweite Schritt ab 1. April 2019 und der dritte Schritt ab 1. März 2020. Außerdem erhalten die Beschäftigten in den Entgeltgruppen 1–6, S2–S4 sowie P5 und P6 2018 eine Einmalzahlung von 250 Euro.

    Die Entgelte für Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten werden zum 1. März 2018 um 50 Euro und zum 1. März 2019 um weitere 50 Euro erhöht. Der Urlaubsanspruch für Auszubildende erhöht sich ab dem Urlaubsjahr 2018 um 1 Tag auf 30 Urlaubstage.
    Kay Herschelmann Bundesminister Horst Seehofer im Gespräch mit der Presse

    Besoldungsrunde: Seehofer sagt Übertragung des Tarifabschlusses zu!

    Die Tarifverhandlungen sind beendet. Der Tarifabschluss bietet die Grundlage für eine Besoldungsanpassung, die ordentliche Einkommenszuwächse bewirkt.

    Für die Beamtinnen und Beamten des Bundes im öffentlichen Dienst besonders erfreulich: Bundesinnenminister Seehofer sagte gegenüber dem ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske zu, die ver.di-Forderung nach einer zeit- und wirkungsgleichen Übertragung des Tarifabschlusses zu erfüllen. ver.di wird weiter Druck machen, damit diese Zusage eingehalten wird und keine Abstriche am Tarifergebnis gemacht werden.

    Das erzielte Tarifergebnis ist komplex. Der Tarifabschluss wirkt über deutliche strukturelle Verbesserungen in den Entgelttabellen der Tarifbeschäftigten, die sich nicht unmittelbar auf die Besoldung übertragen lassen. Die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Abschlusses soll in drei Erhöhungsschritten gewährleistet werden, die dem durchschnittlichen Volumen des Tarifergebnisses entsprechen. Die Beamtenbesoldung erhöht sich danach

    • rückwirkend zum 1. März 2018 um 2,99 Prozent (3,19 Prozent abzüglich 0,2 Prozentpunkte Versorgungsrücklage),
    • zum 1. April 2019 um weitere 3,09 Prozent und
    • zum 1. März 2020 um weitere 1,06 Prozent.

    ver.di rechnet damit, dass es in Kürze Gespräche mit DGB und ver.di zur Umsetzung der Zusage geben wird. Deshalb brauchen wir Euch! Wir müssen gemeinsam Stärke zeigen. Die Besoldungsrunde ist erst dann beendet, wenn der Bundestag die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses beschlossen hat.