Bundesverkehrsverwaltung

    Länderminister für rasche Vertiefung des Rheins. Personal fehlt …

    Länderminister für rasche Vertiefung des Rheins. Personal fehlt auch bei der WSV.

    Die Bundesländer am Rhein haben am Montag (14.11.2016) eine schnellere Vertiefung des Flusses für die Binnenschifffahrt angemahnt.

    Die aktuell geplante Vertiefung der Fahrrinne bis 2031 sei viel zu langsam, kritisierten die Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am Montag bei einer Rhein-Konferenz in Düsseldorf. Wegen der Zunahme der Güterströme auf Straße und Schiene müsse die Fahrrinne von St. Goar bis Mainz rascher ausgebaggert werden. "Wir kommen mit dem Güterverkehr im Mittelrheintal nicht mehr zurecht. Das muss schneller gehen", sagte etwa Volker Wissing (FDP), Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz. Zudem wollen die Länder den Anschluss von Mosel und Neckar an die Rheinschifffahrt verbessern.

    Groschek: "In Deutschland ist der Fortschritt zur Schnecke geworden"

    Die Bundesregierung müsse mehr Personal für die Planung bereitstellen, so die Länderminister. "In Deutschland ist der Fortschritt zur Schnecke geworden", klagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) und warnte vor "Dauerstau". Die Güterschiffe, die täglich auf dem Rhein die deutsch-niederländische Grenze passierten, entsprächen 90.000 Lastwagen, so Groschek. Der Verkehrs-Staatssekretär des Bundes, Enak Ferlemann, verwies auf das langwierige Planungsrecht. Wenn Umweltverbände gegen die Planungen bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen, dauere dies erfahrungsgemäß Jahre. "Das Planungsrecht in Deutschland ist zu komplex geworden", sagte Ferlemann. Es gehöre dringend reformiert.

    Quelle: http://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/binnenschifffahrt-vertiefung-rhein-100.html