Justiz

    Justiz: Minus 741,7 Befristungen seit 2011

    Justiz: Minus 741,7 Befristungen seit 2011

    Justiz JM NRW Justizminister T. Kutschaty

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    der öffentliche Dienst ist Spitzenreiter bei den befristeten Beschäftigungsverhältnissen. Die Länder sind dabei der Bereich, der die meisten befristeten Arbeitsverhältnisse hat. Im Wissen-schaftsbereich ist der Anteil der befristeten Verträge besonders hoch. Aber selbst wenn man diese Beschäftigten heraus rechnet, ergibt sich noch ein Befristungsanteil im öffentlichen Dienst der Länder, der wesentlich höher ist als bei den Kommunen und beim Bund. Entschei-dend für uns als Gewerkschaft ist aber, dass der öffentliche Dienst insgesamt bei seinen Neu-einstellungen fast 60 Prozent der Verträge befristet. 59,5 Prozent aller neu Eingestellten im öffentlichen Dienst haben befristete Arbeitsverträge. Das ist extrem hoch. Daher sind wir der Meinung, dass hier ein Missbrauch gerade der sachgrundlosen Befristung vorliegt. Es geht darum, Probezeiten zu verlängern, auszutesten, wie die Beschäftigten sich in der Arbeit anstellen und darum, Kostenrisiken auf Beschäftigte zu verlagern, wenn gegebenenfalls der Arbeitsvertrag nicht verlängert werden muss. Wir glauben, dass es längst an der Zeit ist, den Beschäftigten im öffentlichen Dienst mehr Sicherheit zu geben. Stabile Beschäftigungsver-hältnisse im öffentlichen Dienst, die gerade sachgrundlose Befristung ausschließen, tragen auch zur Qualität der Arbeit bei.

    Aber es gibt auch die positiven Beispiele die zeigen, dass es auch anders geht. Eines dieser Positivbeispiele ist die Justiz in Nordrhein-Westfalen. Wir haben mit Justizminister Thomas Kutschaty über die Befristungssituation gesprochen … mehr im angefügten Download.