Justiz

    Demografie und Ausbildung in der NRW-Justiz

    Demografie und Ausbildung in der NRW-Justiz

    Ausbildung Pixabay Ausbildung

    Personalabgänge durch Erreichen der Altersgrenze in der Justiz NRW. ver.di fordert Verdoppelung der Ausbildungskapazitäten.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    mit unserer ver.di-Information aus August 2017 haben wir bereits mitgeteilt, dass nun erste justizinterne Berechnungen für die Altersabgänge der einzelnen Dienstzweige bis zum Jahr 2030 vorliegen. Wir haben das Ministerium der Justiz gebeten, diese Zahlen weiter zu konkretisieren, insbesondere auch Zahlen für prognostizierte außerordentliche Abgänge vorzulegen. Absehbar ist schon jetzt, der mittlere Dienst (Laufbahngruppe 1.2 – Beamte und Tarifbeschäftigte) ist von dieser Entwicklung besonders betroffen. Mit den anderen Dienstzweigen werden wir uns nach Vorlage von weiterem Zahlenmaterial durch das Ministerium der Justiz beschäftigen und selbstverständlich die Betroffenen in unsere Überlegungen einbeziehen.

    Bereits jetzt lässt sich deutlich erkennen, dass die Kapazitäten für die Ausbildung der Justizfachangestellten erheblich ausgeweitet, aus ver.di-Sicht verdoppelt, werden müssen. Aus dem Pool der geprüften Justizfachangestellten muss nicht nur der Ersatz für freiwerdende Stellen bei den Tarifbeschäftigten, sondern auch der Bedarf für den künftigen beamteten mittleren Justizdienst und insbesondere für die Laufbahn der Gerichtsvollzieher/innen gedeckt werden.

    Wer die Zahl der Ausbildungsplätze deutlich erhöhen will, muss auch zügig die Voraussetzungen dafür schaffen. Wir benötigen daher absehbar mehr Ausbildungsgerichte, mehr Ausbilderinnen und Ausbilder, aber auch eine Veränderung bzw. Anpassung der Ausbildungsinhalte - im Einklang mit dem Berufsbildungsgesetz - und auch eine Änderung der Organisation innerhalb der gerichtlichen bzw. praktischen Ausbildung.

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