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    Landtag: Straßen.NRW - Fehlende Ingenieure für Verkehrswesen?!

    Landtag: Straßen.NRW - Fehlende Ingenieure für Verkehrswesen?!

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    In einer kleinen Anfrage legt die Landesregierung die Entwicklung bei den Ingenieurs-Stellen im Landesbetrieb seit 2006 offen, der massive Personalabbau im Landesbetrieb setzte aber weit vorher ein. Daher sind diese Zahlen nur bedingt interpretierbar.

    Fakt ist aber auch seit 2006, ein spürbarer Personalabbau in der Beschäftigtengruppe der Ingenieure, von 1.675 Köpfen auf 1.486 Köpfe im Jahr 2013. Erst dann kam es wieder zu einem spürbaren Personalaufbau (30.06.2017 = 1.648 Köpfe). Die andere Seite derselben Medaille, dass enorm gestiegene Bauvolumen und zusätzliche Aufgaben gibt die kleine Anfrage leider nicht wieder.

    Die Frage nach dem zusätzlichen Personalbedarf bei Ingenieuren kann durch die Landesregierung wiederum nicht konkret beantwortet werden. Hierzu heißt es nur allgemein: „Die Landesverwaltung hat den Anspruch, kontinuierlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im technischen Bereich (Ingenieure) einzustellen um Altersabgänge zu kompensieren und den Personalbedarf zur Bearbeitung der Straßenbauinvestitionen zu decken.“

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    Zur Frage, ob es genügend Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt gibt und ob der Landesbetrieb hinsichtlich der Vergütungsstrukturen konkurrenzfähig ist, stellt die Landesregierung zutreffend fest: "Zutreffend wird in der Politik und in den Medien immer wieder erörtert, dass gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure nicht ausreichend dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Auch die Landesverwaltung macht im Bereich des Verkehrswesens bei der Besetzung von freien Stellen entsprechende Erfahrungen. Hier konkurriert die Landesverwaltung mit einer Vielzahl von „Wettbewerbern“, die Bewerberinnen und Bewerbern oft deutlich bessere Konditionen anbieten können. Selbst innerhalb des öffentlichen Dienstes bietet der in der Landesverwaltung anzuwendende TV-L im Vergleich mit dem für die Kommunen geltenden TVöD eine schlechtere Vergütung. Hinweise auf die üblichen nichtmonetären Vorteile im öffentlichen Dienst (z.B. familienfreundliche Arbeitszeitgestaltung durch Telearbeit oder Gleitzeit, betriebliches Gesundheitsmanagement) bringen nur begrenzt Vorteile, da die meisten öffentlichen Verwaltungen dies als Pluspunkt im Kampf um die besten Köpfe ebenfalls ins Feld führen."

    Tarifpolitische Lösungsansätze zur positiven Entwicklung führt die Landesregierung hierbei nicht an. Auch gibt es keinen Hinweis auf die anstehenden Verhandlungen zur TV-L Entgeltordnung (EGO), hier fordert ver.di eine Aufwertung gerade der Ingenieursberufe aus genannten Gründen. Allerdings für alle Beschäftigten und nicht nur Anreize für neu eingestellte Kollegen/innen. Wir sehen die Arbeitgeber, auch und gerade NRW, hier in der Pflicht und sind gespannt auf die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) …

    Merke: Tariferhöhungen sind noch NIE an Gewerkschaften gescheitert!

    Wir werden weiter berichten!