Pressemitteilungen

    TVÖD: 60.000 bei Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen

    TVÖD: 60.000 bei Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen

    27.03.2014

    60.000 bei Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen
    Zehntausende bei vier Kundgebungen
    „Wir wollen nächste Woche ein Ergebnis sehen“

    An den Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen haben sich heute über 60.000 Menschen beteiligt. Der öffentliche Personennahverkehr der Kommunen kam in allen Landesteilen fast völlig zum Erliegen. Kitas, Bürgerämter, Jobcenter, Bäder und Sparkassen blieben geschlossen. Die Müllabfuhr fand in vielen Städten nicht statt. Kliniken, Theater und Seniorenheime arbeiteten im Sparbetrieb. Der Flughafen Köln-Bonn musste kurzfristig geschlossen werden, weil die Flughafenfeuerwehr den streikenden Kollegen der Bodendienste einen „Besuch“ abstattete. Zudem wurden Flüge gestrichen. In Duisburg musste ver.di den Kundgebungsplatz selbst von Autos freihalten, da die Gewerkschaft 50 Politessen zum Streik aufgerufen hatte, die normalerweise für einen autofreien Platz sorgen. In Essen wurde der Streik wegen eines Bombenfundes für etliche Busfahrer und Ordnungsdienste abgebrochen, weil sie für eine etwaige Evakuierung der Bevölkerung im Stadtteil Holsterhausen zur Verfügung stehen mussten. 

    An vier zentralen Kundgebungen in Dortmund, Duisburg, Köln und Bielefeld nahmen insgesamt 55.800 Streikende teil.  In Duisburg sagte die nordrhein-westfälische ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt: „Wir sind heute nicht hier, weil wir einen unbefristeten Streik vom Zaun brechen, sondern weil wir in der nächsten Woche ein Ergebnis sehen wollen.“ Die insgesamt prekäre Lage der öffentlichen Haushalte dürfe nicht auf den Knochen der Beschäftigten ausgetragen werden. „Eine gerechte Steuerpolitik würde den Kommunen auch die notwendigen finanziellen Mittel in die Kassen spülen“, erklärte Schmidt.  Die Gewerkschafterin bedankte sich für die Solidarität in der Bürgerschaft. „Die Bevölkerung weiß, wer die Guten sind in diesem Konflikt“, so Schmidt.

    Vor der 3.Verhandlungsrunde am kommenden  Montag und Dienstag (31.3./1.4.) finden keine weiteren Warnstreiks statt.