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    NRW: Streiks im öffentlichen Dienst der Länder - Fünf dezentrale …

    NRW: Streiks im öffentlichen Dienst der Länder - Fünf dezentrale Kundgebungen landesweit

    Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder hat die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch (25.3.) erneut zu Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Auf fünf dezentralen Kundgebungen und Demonstrationen in Bielefeld, Münster, Dortmund, Köln und Duisburg wollen die Beschäftigten vor der vierten Verhandlungsrunde am 28. und 29. März in Potsdam noch einmal Druck auf die Arbeitgeberseite machen. Betroffen sind alle Unikliniken des Landes (Düsseldorf, Köln, Essen, Bonn, Aachen, Münster), angestellte Lehrerinnen und Lehrer, die IT-Dienstleister für die Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen , Angestellte von Hochschulen, Gerichten sowie von Finanzämtern und Ministerien. ver.di rechnet insgesamt mit rund 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Protestkundgebungen. Warnstreiks und Veranstaltungen sind auch in Niedersachsen und Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg geplant.

    "Die Arbeitgeber sollten den Beginn der Sommerzeit nutzen, um aus der Winterstarre zu erwachen“, sagte die ver.di-Landesleiterin in NRW, Gabriele Schmidt. „Ein faires Angebot ist nach drei ergebnislosen Gesprächen überfällig.“

    ver.di fordert für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder unter anderem 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens 175 Euro monatlich. Auszubildende sollen unbefristet übernommen werden, die Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich steigen, der Urlaub für Azubis von 26 auf 30 Tage verlängert werden. Außerdem verlangt ver.di den tarifvertraglichen Ausschluss sachgrundloser Befristungen. Den von den Ländern geforderten Eingriff in das Leistungsrecht der Zusatz-Altersversorgung VBL lehnt ver.di ab. Zudem setzt sich ver.di für eine tarifliche Eingruppierung angestellter Lehrkräfte ein.