TV-L (Länder)

    Über 7.000 bei Warnstreiks im öffentlicher Dienst

    Über 7.000 bei Warnstreiks im öffentlicher Dienst

    Über 7.000 bei Warnstreiks im öffentlicher Dienst - Schmidt: „ver.di NRW zur Urabstimmung bereit“

    Bei den Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder haben heute über 7.000 Beschäftigte in NRW Druck auf die vierte Verhandlungsrunde am Samstag und Sonntag (28./29.3.) in Potsdam gemacht.  Die fünf regionalen Kundgebungen in Bielefeld, Münster, Dortmund, Köln und Duisburg begannen mit einer Schweigeminute für die Opfer der Flugzeugkatastrophe. Die Demonstrationszüge liefen wesentlich ruhiger ab als sonst. Auf den üblichen  Einsatz von Trillerpfeifen wurde als Zeichen der Trauer über die Opfer weitgehend verzichtet.

    Durch die Warnstreiks mussten in den sechs Unikliniken des Landes (Düsseldorf, Köln, Essen, Bonn, Aachen, Münster) etliche OPs verschoben werden. In den Verwaltungen der Hochschulen und in Landesbehörden blieben Büros geschlossen. Vor 1.500 Kundgebungsteilnehmerinnen und –teilnehmern in Dortmund warnte ver.di Landesleiterin Gabriele Schmidt die Arbeitgeber, am Wochenende mit leeren Händen nach Potsdam zu kommen. „Wir in NRW sind bereit zur Urabstimmung und weiteren Streiks, wenn es zu keiner Einigung kommt“, sagte Schmidt. Warnstreiks und Veranstaltungen gab es auch in Niedersachsen und Bremen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg.

    ver.di fordert für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder unter anderem 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens 175 Euro monatlich. Auszubildende sollen unbefristet übernommen werden, die Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich steigen, der Urlaub für Azubis von 26 auf 30 Tage verlängert werden. Außerdem verlangt ver.di den tarifvertraglichen Ausschluss sachgrundloser Befristungen. Den von den Ländern geforderten Eingriff in das Leistungsrecht der Zusatz-Altersversorgung VBL lehnt ver.di ab. Zudem setzt sich ver.di für eine tarifliche Eingruppierung angestellter Lehrkräfte ein.