TVÖD (Bund)

    TVÖD: 28.000 Streikende an ersten NRW-Warnstreiktag

    TVÖD: 28.000 Streikende an ersten NRW-Warnstreiktag

    Über 28.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Kommunen und des Bundes haben heute in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens mit ganztägigen Warnstreiks gegen die bisherigen Angebote der Arbeitgeber in der Tarifrunde protestiert. Zu drei regionalen Kundgebungen kamen in Bielefeld 5.000, in Düsseldorf 10.000 und in Bochum über 13.000 Streikende zusammen. Sie setzten damit ein deutliches Signal an die Arbeitgeber, sich in der anstehenden dritten Verhandlungsrunde (28./29. April zu bewegen und ein faires Angebot auf den Verhandlungstisch zu legen. In der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das jahresbezogen auf das Jahr 2016 ganze 0,6 Prozent und für das kommende Jahr nur eine Erhöhung der Einkommen um 1,2 Prozent vorsieht.

    Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske bezeichnete auf der Kundgebung auf dem Düsseldorfer Burgplatz dieses Angebot der Arbeitgeber als „voll daneben“. „Wertschätzung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sieht anders aus. Es ist eher ein Akt der Geringschätzung“. Mit Blick auf die Tarifverhandlungen zum Ende der Woche erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende: „Wir erwarten deutlich mehr“.

    Am morgigen Mittwoch (27. April) gehen die Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen weiter. Aufgerufen sind die Beschäftigten von 58 Kommunen, die an den heutigen Warnstreiks nicht teilgenommen haben.  Dazu gehören unter anderem Dortmund, Köln, Aachen, Wuppertal. Die Streikenden werden sich zu zwei regionalen Kundgebungen in Köln und Dortmund versammeln. Christine Behle, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes wird gegen 10:45 Uhr auf dem Friedensplatz in Dortmund sprechen.

    Ebenfalls am 27. April werden die Beschäftigten der Flughäfen bundesweit in den Warnstreik treten. In Nordrhein-Westfalen sind die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund betroffen.