TVÖD (Bund)

    Bundesverwaltungen: Über 50% Befristungsquote

    Bundesverwaltungen: Über 50% Befristungsquote

    In den Bundesministerien und -verwaltungen sind in den Jahren 2014 und 2015 jeweils ÜBER 50% der Neueinstellungen befristet! Dies geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. In 2014 waren es über 6.100 Befristungen bei rund 5.600 unbefristeten Einstellungen, 2015 sogar über 6.900 Befristungen bei ca. 6.700 unbefristeten Neueinstellungen.

    Hier wird auf dem Rücken der idR. jungen Kolleginnen und Kollegen agiert, zudem sieht die Bundesregierung keinerlei Veranlassung das Teilzeit- und Befristungsgesetz zu novellieren oder tarifvertragliche Einschränkungen vorzunehmen. So das Bundesinnenministerium in den 2014er TVÖD Tarifverhandlungen.

    ver.di sieht diese Veranlassung aber sehr wohl, wie die jetzt vorliegenden und aktuellen Zahlen mehr als erneut bestätigen. Das Thema Befristungen wird wieder Gegenstand der anstehenden TVÖD Tarifrunde.

    Befristungspraxis im öffentlichen Dienst ist ein Problem für Beschäftigte und das Gemeinwesen

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sieht in der Befristungspraxis öffentlicher Arbeitgeber ein Problem nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. „Wenn rund 60 Prozent der Einstellungen im öffentlichen Dienst nur befristet erfolgen, gegenüber rund 40 Prozent in der Privatwirtschaft, zeugt das nicht von der Attraktivität des Arbeitgebers öffentlicher Dienst“, kommentierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper einen Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). ...