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    WSV: „Die Ämterstruktur wird nicht angetastet.“

    WSV: „Die Ämterstruktur wird nicht angetastet.“

    Aber die Reduzierung der Ämter ist in der Planung?

    Leere Büros in Bonn

    Nach wie vor sind die Büros in der GDWS in Bonn weitgehend leer. Monatlich treffen sich Außenstellenleiter, manchmal auch die Amtsleiter mit dem Präsidenten. Werden hinter verschlossenen Türen Pläne geschmiedet? Die Gerüchteküche brodelt: einmal ist die Rede davon Zweidrittel der Ämter abzuschaffen, da ansonsten die GDWS sie nicht steuern könne. Dann wieder sollen die Aufgabenwahrnehmung der Ämter optimiert und die regionalen bzw. revierbezogenen Kompetenzen gestärkt werden. Das erinnert an die Vorschläge im 5. Bericht von 2012 zur Reform der WSV, wonach es zu einer weitgehenden Umstrukturierung auch der Ämter, zu einer Trennung von Unterhaltung und Revieraufgaben kommen soll. Mit dieser scheinbaren Ressourcenoptimierung einhergehend kämen weitgehende Veränderungen in der Arbeitssituation auf die Beschäftigten zu: längere Wegezeiten, größere Arbeitszusammenhänge, weniger Zeit für die Arbeit selbst. Aber auch Arbeitsplätze und Stellen stehen auf dem Spiel.

    Sicherlich können einige der Standorte für einige Zeit erhalten bleiben. Aber mit immer weniger Beschäftigten lassen sich bereits heute die Aufgaben kaum erfüllen. Soll die WSV vor die Wand gefahren werden?

    Das aktuelle Vorgehen der Verantwortlichen in Ministerium und GDWS provoziert geradezu diese Frage. Wir, ver.di, fordern wir nach wie vor von den Verantwortlichen erst eine Aufgabenkritik durchzuführen, denn nur dann kann eine Reform der WSV nachhaltig und effektiv gelingen. Wir wollen dass die WSV erhalten bleibt und ggf. ausgebaut wird, damit ihre Aufgaben nach wie vor als öffentliche Dienstleistungen erhalten bleiben.

    Angesichts des Stellenabbaus und der Nichtbesetzungspraxis gerade in den Bauhöfen und anderen Außenbereichen, befürchten wir den weiteren Rückzug des Staates aus dieser Verantwortung. Wir lehnen eine solche Vorbereitung auf weitgehende Privatisierung der Unterhaltungsaufgaben in der WSV ab.

    Beteiligung der Beschäftigten? Fehlanzeige!
    Nach wie vor fordern wir, die Kompetenz der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretungen bei der Reform der WSV zu nutzen. Immer wieder haben wir unsere Bereitschaft dazu betont. Wir sind bereit, Vereinbarungen zur Einbeziehung der Beschäftigten in die Reformpläne zu treffen.

    Absicherung der Beschäftigten ist vorrangig!
    Unsere Forderung nach einer tariflichen Absicherung der Beschäftigten vor den Nachteilen der Reform bleibt dabei nach wie vor vorrangig. Ohne eine solche tarifliche Absicherung kann keine Reform gelingen.

    Die nächsten Schritte
    Wir werden in einer Streikdelegiertenversammlung am 12.03.2014 in berlin, die uns dann vorliegenden Informationen bewerten und unser weiteres Vorgehen beraten müssen. Denn nach wie vor befinden wir uns in einem Arbeitskampf! Über die Ergebnisse werden wir umgehend informieren.