Beamte

Hamburger Senat fördert GKV-Mitgliedschaft von Beamten. Gut so!

Hamburger Senat fördert GKV-Mitgliedschaft von Beamten. Gut so!

Beihilfe ver.di Beihilfe  – Beihilfe

Die Freie und Hansestadt Hamburg unterstützt den Wunsch von Beamtinnen und Beamten, in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) krankenversichert zu sein, statt Beihilfe zu erhalten. Der Senat hat heute die Einleitung der Anhörung von Gewerkschaften und Verbänden zu einem „Gesetz über die Einführung einer pauschalen Beihilfe zur Flexibilisierung der Krankheitsvorsorge“ beschlossen. Mit dieser in Deutschland einmaligen Regelung soll ab 1. August 2018 auf Wunsch von Beamtinnen und Beamten statt individueller Beihilfe der hälftige Beitrag zu einer gesetzlichen oder privaten Krankenvollversicherung gezahlt werden.

ver.di begrüßt diesen Schritt: Wahlmöglichkeiten für Beamtinnen und Beamte schaffen!

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper: „Die Debatte um die Bürgerversicherung muss sachlich und an den realen Problemen orientiert geführt werden. Massiv steigende Beiträge in der privaten Krankenversicherung belasten die Beamtinnen und Beamten zunehmend. Die Gesetzliche Krankenversicherung ist für sie dagegen unattraktiv, weil sie den Arbeitgeberbeitrag vollständig selbst aufbringen müssen“. Zur Bürgerversicherung lägen verschiedene Vorschläge vor, die die Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten beträfen. Unter Verweis auf ein aktuelles Papier der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) erklärte Pieper: „Der FES-Vorschlag sieht eine Wahlfreiheit der Beamtinnen und Beamten zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung vor. Entscheiden sie sich für die gesetzliche Krankenversicherung, muss der Dienstherr einen Beitragszuschuss zahlen. Dies wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung und könnte die Attraktivität der gesetzlichen Krankenversicherung auch für Beamtinnen und Beamte deutlich erhöhen.“ Solch ein Schritt sei eine notwendige und sinnvolle Voraussetzung für die weitere Debatte.

Weitere Informationen dazu: http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/9292436/2017-08-08-bgv-gkv-beamte/

 

Krankenversicherung für Beamte - Gegen Wahlfreiheit gibt es kein Argument

Tagesspiegel: In Hamburg können sich Beamte künftig auch gesetzlich krankenversichern, ohne finanziell bestraft zu werden. Das ist vernünftig - und überfällig. Ein Kommentar.

Man muss kein Freund der Bürgerversicherung sein, um den Vorstoß der Hamburger Gesundheitssenatorin gut zu finden. Und überfällig. Was bitte ist ernsthaft dagegen zu sagen, dass man Beamten bei der Entscheidung für ihre Krankenversicherung in der Hansestadt nun echte Wahlfreiheit lassen will? Dass man sie nicht länger finanziell bestraft, wenn sie sich fürs solidarische System und eine gesetzliche Kasse entscheiden? Dass sie künftig auf Antrag statt der üblichen Beihilfe für privatärztliche Behandlung auch einen hälftigen Arbeitgeberzuschuss zum Versicherungsbeitrag erhalten sollen wie alle anderen Berufstätigen? Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Es gibt keine vernünftige Begründung dafür, ausgerechnet Staatsdiener aus dem System fernzuhalten, das für die allermeisten Menschen im Land obligatorisch ist. ... Mehr...