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    Attraktivitätsoffensive öD

    Landesregierung muss jetzt die Kurve kriegen – Gespräche zur Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Dienstes drohen sonst zu scheitern

    Beamtin am Arbeitsplatz pixabay Beamtin am Arbeitsplatz

    „Der DGB befürchtet, dass die Gespräche zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes scheitern. Wir haben deshalb gemeinsam mit dem DBB NRW Ministerpräsidenten Laschet und den stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Stamp angeschrieben und um ein zeitnahes Spitzengespräch gebeten“, sagt Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW.

    „Die Gespräche unter Leitung von Ministerpräsident Laschet und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Stamp hatten im Mai 2020 gut begonnen; die Landesregierung hatte mit konkreten Verabredungen auch ihre Wertschätzung für die Beschäftigten zum Ausdruck gebracht. Die daran anschließenden weiteren Gespräche mit Vertretern der Landesregierung in Arbeitsgruppen haben jedoch zu keinen zielführenden Ergebnissen geführt“, so die Gewerkschafterin. „Im Gegenteil: Statt wie von den Gewerkschaften gefordert einen Fahrplan zur längst überfälligen Rückführung der überlangen Wochenarbeitszeit zu entwickeln, plant die Landesregierung nun auch noch eine freiwillige Erhöhung der Wochenarbeitszeit um weitere drei Stunden auf 44 Wochenstunden. In Anbetracht der massiven Personalnot in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes ist dann davon auszugehen, dass der Druck auf viele Beschäftigte groß wird, von dieser Regelung Gebrauch zu machen. Der Vorschlag der Landesregierung dient daher in erste Linie dem Dienstherrn dazu, bei dem derzeit bestehenden eklatanten Personalmangel die Arbeit besser bewältigen zu können. Neue Bewerber wird das nicht anlocken“, betont Weber.

    „Über 17.000 unbesetzte Stellen im Land zeigen den Handlungsdarf“, unterstreicht die DGB NRW-Vorsitzende. „Wir sind weiter an einer konstruktiven Lösung interessiert und haben in den Arbeitsgruppen viele Vorschläge zur Verbesserung im Sinne der Beschäftigten und damit auch zur Attraktivitätssteigerung gemacht. Jetzt ist die Landesregierung am Zug. Sie muss nun schnell die Kurve kriegen und in einem zeitnahen Spitzengespräch echte Verbesserungen zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes auf den Tisch legen, damit noch in dieser Legislaturperiode konkrete Verbesserung eingeleitet werden können.“

    Quelle: https://nrw.dgb.de/presse-und-social-media/++co++1e0dd224-6608-11eb-9a56-001a4a160123