Landesbeamte

NRW: Viele Beamte vorzeitig im Ruhestand

NRW: Viele Beamte vorzeitig im Ruhestand

WAZ: Fast jeder zweite Beamte geht aus Krankheitsgründen oder auf eigenen Wunsch vor der regulären Pensionsgrenze in den Ruhestand. Allerdings hat sich der Renteneintritt in den vergangenen 20 Jahren nach Angaben der Rentenversicherung bundesweit um zwei Jahre auf 64 Jahre verzögert. Dafür ist allerdings der Krankenstand in der NRW-Landesverwaltung im Jahr 2013 geringfügig auf 7,53 Prozent gestiegen.

Der FDP-Abgeordnete Ralf Witzel kritisierte in einer Anfrage im Landtag, dass NRW seit dem Jahr 2009 keine eigenen Daten zur Pensionsentwicklung in den Landesbehörden erhoben hat und forderte die Vorlage eines aktualisierten, nach einzelnen Ressort aufgefächerten Versorgungsberichts.

Im jüngsten Versorgungsbericht lag die Quote der wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig ausgeschiedenen Bediensteten in den Justizbehörden beim Rekordwert von 57,2 Prozent. Damals hatte nur jeder vierte Justiz-Mitarbeiter die Regelaltersgrenze erreicht.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts in NRW gingen im Jahr 2014 fast zwei Drittel der Lehrer vorzeitig in Pension. Von 7145 Pädagogen quittierten 42 Prozent den Dienst bereits mit 63 Jahren. Weitere knapp 10 Prozent gingen vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit und knapp 13 Prozent waren schwerbehindert.

Die Zahl der wegen Dienstunfähigkeit ausgeschiedenen Lehrer hat sich damit deutlich reduziert. Schieden noch im Jahr 2005 rund 1280 Lehrer in NRW aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Schuldienst aus, waren es im Jahr 2014 nur noch 760 Lehrkräfte.

Witzel verwies darauf, dass der Gesundheitszustand der Bediensteten und dadurch bedingte Frühpensionierungen direkte finanzielle Auswirkungen auf den Landeshaushalt haben. Deshalb komme gerade aufgrund der deutlichen Zunahme psychischer Erkrankungen der Gesundheitsförderung eine besondere Bedeutung zu.

Quelle: http://www.derwesten.de/politik/viele-beamte-vorzeitig-im-ruhestand-aimp-id11300955.html

Gute Arbeit beim Land: Zu alt, zu krank, zu viel Arbeit?

„Der Krankenstand (Quote der Kranktage) der Beschäftigten (Beamtinnen/Beamte und Tarifbeschäftigte) in der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen betrug im Jahr 2013 einschließlich der nichtattestpflichtigen Krankentage insgesamt 7,53 % (2012: 7,43 %). Gegenüber dem Vorjahr sind die Quoten geringfügig gestiegen... Nur zum Vergleich: In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) lag der durchschnittliche Krankenstand im Jahr 2013 nach den Erhebungen des Bundesministeriums für Gesundheit demgegenüber bei lediglich 3,78 Prozent und nach den Gesundheitsreporten der Techniker-Krankenkasse und der DAK im Jahre 2014 zwischen 4,0 bzw. 4,02 %. Mehr...