Bundesverkehrsverwaltung

Kein gutes Angebot? - Keine Schifffahrt. WSV-Mitarbeiter*innen …

Tarifrunde TVöD Bund/VKA 2020

Kein gutes Angebot? - Keine Schifffahrt. WSV-Mitarbeiter*innen im Ausstand.

Die Wasserstraßen in NRW sind Lebensadern der Wirtschaft. Über die Kanäle und Flüsse werden jeden Tag wichtige Güter für die Industrie transportiert. Die Mitarbeiter*innen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in der Verwaltung, an der Strecke und an den Schleusen sorgen für den reibungslosen Ablauf - 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

In der aktuellen Tarif- und Besoldungsrunde TVöD Bund / VKA haben die Beschäftigten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in NRW an einem ganztägigen Warnstreik am 20.10.2020 gezeigt, für was sie das Arbeitgeberangebot vom vergangen Freitag halten: Für den Anlass, entschlossen in den Warnstreik zu treten. Eine angebotene Gehalts"erhöhung" nur wenig über 0%, und dies für mehrere Jahre, bei gleichzeitigen Verschlechterungen, z.B. in der Eingruppierung - das ist mit den Beschäftigten in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung nicht zu machen.

Der ganztägige Warnstreik führte dazu, dass die Kanäle und Flüsse in NRW nahezu gesperrt waren - ein Schiffverkehr war nicht mehr möglich. Für die Gewerkschaft ver.di das letzte Mittel - vorherige Angebote der Gewerkschaft, z.B. über eine Verschiebung der aktuellen Tarifrunde auf eine Zeit nach der Corona-Krise, sind von der Arbeitgeberseite abgelehnt worden.

"Wir gehen jeden Tag gewissenhaft, zuverlässig und mit hohem Verantwortungsgefühl unserer Arbeit nach. Wir schützen und fördern mit unserer Leistung die Wirtschaft und den Wohlstand in NRW.", kommentiert Andreas Sievers, Sprecher des AK Bundesverkehrsverwaltung NRW und Mitglied der Bundestarifkommission öffentlicher Dienst bei ver.di, "Doch diese Leistung gibt es nicht zum Nulltarif." Deshalb erwarten die Beschäftigten ein deutliches Entgegenkommen von der Arbeitgeberseite in der 3. Verhandlungsrunde am 22./23. Oktober. 

"Der heutige Warnstreik hat gezeigt - die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind unverzichtbar. Während Milliarden Euro an Steuergeldern zur Unterstützung der Wirtschaft ausgegeben werden, da dürfen sie nicht übergangen werden.", ergänzt Dirk Hansen, Landesfachbereichsleiter Bund und Länder NRW. Wenn die Arbeitgeber meinen, die Lasten der Corona-Krise auf die Beschäftigten im öffentlichen Dienst und ihre Familien abwälzen zu können, täuschen sie sich.", so die Gewerkschafter.  

Die ver.di fordert für die Bundesbeschäftigten in dieser Tarif- und Besoldungsrunde u.a. eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich, mit einer Laufzeit von 12 Monaten.