Bundesverkehrsverwaltung

    WSV: Bootsschleusen als Weg zu Einsparungen im Personalbudget?

    WSV: Bootsschleusen als Weg zu Einsparungen im Personalbudget?

    WSV Pixabay WSV

    Seit mehr als drei Jahren werden in der WSV Tätigkeiten an Schiffsschleusen per Verfügungen tarifwidrig ausgelegt. Nach Ansicht der Generaldirektion für Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) sollen bisherige Schiffsschleusen zu Bootsschleusen umfunktioniert werden, weil sie entweder an Wasserstraßen mit niedriger Kategorie (C und Sonstige) liegen, oder anhand von Verkehrszahlen eine Eingruppierung erfolgt.

    Die Folgen von solchen Umwidmungen von Schiffsschleusen zu Bootsschleusen sind für die Beschäftigten gravierend. Denn die Tätigkeiten in Bootsschleusen werden nach dem geltenden Tarifvertrag niedriger bewertet als die Tätigkeit an Schiffsschleusen.

    Nun finden im Zusammenhang mit der Reform der WSV schon eine ganze Reihe von Veränderungen statt, die Auswirkungen auf Beschäftigte haben werden, aber dieser Vorgang, der Umwidmung von Schleusenanlagen mit der Folge von niedrigeren Eingruppierungen, ist doch (noch) einzigartig.

    Damit soll wieder einmal eine klassische Einsparung der Personalkosten auf dem Rücken der Beschäftigten erfolgen. Die GDWS hat selbstherrlich die Umwidmung von Schleusen zu Bootsschleusen entschieden und bereits an diesen Schleusen Beschäftigte niedriger eingruppiert, obwohl das Maß der Verantwortung für die Schichtleiter gleichbleibt. Daher hat ver.di nun den Präsidenten der GDWS aufgefordert, ein solches Vorgehen umgehend zu unterbinden.

    Auf unseren Brief vom 15.6.2018 haben wir bislang noch keine Antwort erhalten. Wir fordern daher alle betroffenen Beschäftigten auf, gegen die falsche niedrige Eingruppierung zu klagen.

    Mehr im angefügten Download...

    Unsere Informationen gibt es auch hier: