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Spitzengespräch im BMVg – Intensiver Austausch vereinbart

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Spitzengespräch im BMVg – Intensiver Austausch vereinbart

Christine Behle, stellv. ver.di-Bundesvorsitzende Kay Herschelmann Christine Behle, stellv. ver.di-Bundesvorsitzende

Bundeswehrthemen standen im Mittelpunkt eines Gesprächs der Bundesverteidigungsministerin mit der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Christine Behle. Neben der Tarifierung der Kooperationsbetriebe gab es einen intensiven Austausch über Teilhabechancen am Binnenarbeitsmarkt Bundeswehr und die weitere Zusammenarbeit des BMVg mit ver.di in Bundeswehrthemen.

In einem Spitzengespräch am 3. März 2020 begrüßte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle gegenüber Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, dass das Ministerium von der Privatisierung der Heeresinstandsetzungslogistik Abstand genommen habe und mehr auf eigene Stärken vertrauen wolle.

Auch den geplanten Personalaufbau bei der HIL GmbH begrüßte Behle als deutliches Signal, die eigenen Kompetenzen zu stärken, statt auf immer mehr Vergabe zu setzen. Behle erklärte, ver.di strebe darüber hinaus Tarifverträge für alle Kooperationsbetriebe an. Gerade bei der HIL sei dies der konsequente zweite Schritt nach der Absage an eine Privatisierung. Auch bei der Bw Fuhrpark, der BWI IT und der BwBM müsse der Staat als Vorbild vorangehen, wenn es um eine Stärkung der Tarifbindung
gehe.

Für die Beschäftigten der Bundeswehr forderte Behle gleichberechtigte Teilhabe am Binnenarbeitsmarkt Bundeswehr für alle Statusgruppen. Tarifbeschäftigte, Beamtinnen und Beamte sowie Soldatinnen und Soldaten dürften weder beabsichtigt noch unbeabsichtigt gegeneinander ausgespielt werden. Gute berufliche Entwicklungs- und Karrierechancen für alle Beschäftigten seien zwingend erforderlich, wenn die Trendwende Personal bei der Bundeswehr gelingen solle. Bei ver.di bestehe der Eindruck, dass die tarifbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer derzeit das Nachsehen hätten.

Behle begrüßte das Engagement der Bundeswehr im Bereich der Auszubildenden, riet aber dringend von einer Zentralisierung der Ausbildung ab. Eine Ausbildung nah bei den jeweiligen Teilstreitkräften sei für die berufliche Perspektive deutlich besser. Zudem müsse die Ausbildung auch im zivilen Bereich über die derzeit anvisierten 1.350 Stellen ausgebaut werden.

Bundesministerin Kramp-Karrenbauer und Behle betonten, den engen Dialog zwischen ver.di und dem Ministerium fortsetzen zu wollen. Wichtige Gestaltungsfelder wie die Perspektiven der Dienstleistungszentren bzw. des BAIUD oder des Beschaffungswesens könnten nur unter Einbeziehung der Beschäftigteninteressen und der Gewerkschaften bearbeitet werden. Dazu wurde ein weiterer Austausch auf Arbeitsebene verabredet.

ver.di – Die starke Vertretung aller Beschäftigten bei der Bundeswehr.

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