Bundeswehr

ver.di-Erfolg: BMVg gibt Privatisierung der HIL-Werke auf

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ver.di-Erfolg: BMVg gibt Privatisierung der HIL-Werke auf

Ein Schweißer bei der Arbeit pixabay HIL GmbH - unverkäuflich dank ver.di!

Das BMVg gibt die Pläne zur Privatisierung der HIL-Werke auf. Das ist ein klarer Erfolg für die ver.di Arbeit. Die Entwicklung des Unternehmens wird von ver.di weiter eng begleitet. Darüber hinaus fordert ver.di für die HIL GmbH einen Tarifvertrag.

Das Bundesverteidigungsministerium gibt seine Pläne auf, die HIL GmbH zu privatisieren. In einem persönlichen Schreiben an den Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats der HIL GmbH und Vorsitzenden der ver.di- Fachkommission Bundeswehr Mathias Moseler erklärte Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, die Privatisierung der Werke werde nicht weiterverfolgt. Die Entscheidung stärke die staatliche Sicherheitsvorsorge. Die Ministerin kündigte umfangreiche Investitionen und eine Stärkung der personellen Ressourcen an. Die soziale Verantwortung der öffentlichen Hand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solle bewusst wahrgenommen werden.

Klarer ver.di-Erfolg
Damit kommt das Ministerium einer langjährigen ver.di-Forderung nach. ver.di hatte die Privatisierung der Werke von vornherein abgelehnt und für einen Verbleib in staatlicher Hand plädiert. Der langjährige Kampf und der Einsatz für die Interessen der Beschäftigten in den Werken hat sich gelohnt. Die Entscheidung ist ein positives Signal für die Bundeswehr insgesamt. Das Verteidigungsministerium hat eingesehen, dass Privatisierungen nicht zu einer nachhaltigen Sicherung der Instandhaltung führen, Kompetenzen verloren gehen und die staatliche Verantwortung gefährdet wird. ver.di erwartet deshalb für den gesamten Bereich der Bundeswehr den Stopp aller Privatisierungspläne.

ver.di bleibt dran
Auch die weitere Entwicklung des Unternehmens wird ver.di intensiv begleiten und darauf achten, dass die Investitionen ins Personal den Beschäftigten zugutekommen, Fachkompetenz und Qualifikationen gestärkt und die Beschäftigung dauerhaft abgesichert wird. Dazu zählt auch, dass ver.di sich weiter mit Nachdruck für einen Tarifvertrag bei der HIL GmbH einsetzen wird. Der Bund als Eigentümer ist hier in der Pflicht. Die Bekenntnisse zur Stärkung der Tarifautonomie und der Tarifbindung dürfen keine Lippenbekenntnisse bleiben. Das gilt insbesondere für Unternehmen in staatlicher Hand.