Land

    Anhörung zum Personaletat: NRW braucht eine Attraktivitätsoffensive …

    Anhörung zum Personaletat: NRW braucht eine Attraktivitätsoffensive für den öffentlichen Dienst

    Anhörung Landtag NRW Landtag NRW Anhörung Landtag NRW

    "Der DGB und seine Gewerkschaften begrüßen, dass die NRW-Landesregierung weiterhin darauf setzt, mehr Stellen im öffentlichen Dienst zur Verfügung zu stellen. Investitionen in mehr Personal gewährleisten unter anderem eine gute Bildung, öffentliche Sicherheit und eine funktionierende Bauplanung und sind daher im ureigenen Interesse der Bürger/innen und des Wirtschaftsstandortes NRW.

    Leider reichen die geplanten Maßnahmen aber nicht aus, um Löcher in der Personaldecke zu stopfen, neuen Aufgaben gerecht zu werden und für ausreichend Nachwuchs zu sorgen. Denn trotz des Stellenaufbaus bleibt die Personaldecke in vielen Bereichen weiter dünn. Hinzu kommt: Stellen allein nützen nichts, wenn das Personal fehlt. Derzeit sind mehr als 13.000 Stellen im öffentlichen Dienst in NRW unbesetzt, unter anderem in Schulen, Justiz, Finanzverwaltung und Bauverwaltung.

    Die Landesregierung muss daher endlich in eine Attraktivitätsoffensive für den öffentlichen Dienst investieren, um mehr Menschen vom Staat als Arbeitgeber zu überzeugen. Derzeit sind die Gehälter im öffentlichen Dienst im Schnitt deutlich niedriger als in der Privatwirtschaft und die Belastung durch Überstunden, Mehrarbeit und Schichtarbeit häufig sehr hoch. Hinzu kommt eine hohe Quote an befristeten Arbeitsverhältnissen in Landesverwaltung und Hochschulen. Als einer der letzten Arbeitgeber überhaupt verlangt NRW seinen Beamtinnen und Beamten zudem eine 41 Stundenwoche ab. Hier gilt es, beherzt umzusteuern. Gerade mit Blick auf den voranschreitenden demografischen Wandel und den Fachkräftemangel ist es für den öffentlichen Dienst existenziell wichtig, durch bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen attraktiver zu werden und qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten."

    Stichworte aus der DGB-Stellungnahme.
    Die komplette Stellungnahme steht rechts als Download zur Verfügung.

    • Mehr Stellen im Bereich Schule, Finanzen, Landesbetrieb Stra-ßen NRW, Justiz und Polizei sind ein richtiger Schritt.
    • Investitionen in Personal verstetigen und bestehende Löcher falscher Personalabbaupolitik weiter stopfen.
    • Attraktivitätsoffensive zur Besetzung leerer Stellen starten.
    • Anstehende Tarif- und Besoldungsrunde für attraktivere Be-zahlung nutzen.
    • Arbeitsbedingungen durch Ausbau von Arbeits- und Gesund-heitsschutz verbessern.
    • Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamte reduzieren.
    • Befristungen weiter abbauen.
    • Pensionsfonds weiter stärken.
    • Digitalisierung des öffentlichen Dienstes durch Qualifizierung und entsprechende Ausstattung begleiten.
    • Globale Minderausgaben und Leerstellen sind Sparinstrument auf dem Rücken der Beschäftigten.

    Stichworte bzw. Ergänzungen aus der ver.di-Stellungnahme.
    Die komplette Stellungnahme steht rechts als Download zur Verfügung

    • Digitalisierung
    • Respekt und Anerkennung für die Leistung der öffentlichen Verwaltung. Der Gewalt gegen Beschäftigte präventiv begegnen
    • Mehr Stellen schaffen und besetzen, bessere Perspektiven schaffen
    • Arbeitszeit der Beamten angleichen
    • Im Detail: Justiz, Finanzverwaltung, Umwelt- und Arbeitsschutz, Straßen.NRW

    Mehr zu uns auch in den sozialen Medien: