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Stärkung der Arbeitsschutzverwaltung - ver.di im Gespräch mit …

Arbeitsschutz

Stärkung der Arbeitsschutzverwaltung - ver.di im Gespräch mit Minister Karl-Josef Laumann

Minister Karl-Josef-Laumann MAGS NRW Am 12.02.2021 im Gespräch mit ver.di: Minister Karl-Josef-Laumann

ver.di in der Arbeitsschutzverwaltung – Wir mischen uns ein.

Die aktuelle Struktur der Arbeitsschutzverwaltung, ihre Personal- und Ressourcenausstattung und der Zugang von Meister- und Techniker*innen in den gehobenen Dienst: Diese Themen hat der ver.di-Arbeitskreis, vertreten durch Andreas Ogan (HPR MAGS), Sandra Dattaro (LIA) und Peter Heimer (Bezirksregierung Düsseldorf) gegenüber Minister Karl-Josef Laumann zum Thema gemacht.

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist es in der Öffentlichkeit präsent: Arbeitsschutz rettet Gesundheit und Leben. Doch damit der Arbeitsschutz diese Aufgabe bestmöglich erfüllen kann, müssen Arbeitsschützer*innen von Verwaltungsaufgaben entlastet und dürfen nicht mit sachfremden Aufgaben belastet werden. ver.di kritisiert scharf, dass Bezirksregierungen bei der Bearbeitung der Überbrückungshilfen für die Wirtschaft auch auf Kolleg*innen im Arbeitsschutz zurückgegriffen haben. Währenddessen konnten die betroffenen Kolleg*innen ihren originären Aufgaben im Arbeitsschutz nicht nachkommen. Im Gespräch mit ver.di teilte der Minister die grundsätzliche Sicht auf das Problem. Eine Stärkung der Autonomie der Arbeitsschutzverwaltung innerhalb der Bezirksregierungen ist dringend notwendig. Denn der Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vor den psychischen und physischen Gefährdungen ihres Arbeitsplatzes ist und bleibt eine wichtige und dringend notwendige staatliche Aufgabe. Diese muss gestärkt werden. ver.di unterstützt deshalb entsprechende Strukturreformen. Leitlinien sind für uns hierbei der Verbleib in der Fläche und eine dezentrale Aufstellung, einheitliche und bestmögliche Arbeitsausstattung in allen Dienststellen und ein Personalentwicklungskonzept.

Denn die Kolleg*innen müssen auch in der Arbeitsschutzverwaltung gehalten und neue Kolleg*innen für diese gewonnen werden. Deshalb fordert ver.di dass der mittlere Dienst gestärkt wird, mehr Einstellungen in das Einstiegsamt A 8 vorgenommen und 20 weitere A 11 Stellen geschaffen werden. Den Personalabgängen durch Verrentung und Pensionierung muss offensiv begegnet werden: Notwendig ist die Einstellung von 100 Anwärter*innen in 2021, 2022 und 2023.

Ebenso thematisierte ver.di die Situation von Meister*innen und Techniker*innen in der Arbeitsschutzverwaltung. Diesen Kolleg*innen muss endlich der Weg in die Laufbahngruppe 2.1. (ehemals gehobenen Dienst) eröffnet werden.  Das Landesbeamtengesetz ermöglicht dies grundsätzlich. Unsere Meinung ist: Wer sich nach einem ersten Berufsabschluss weiter qualifiziert, dem müssen Aufstiegschancen eröffnet werden. Eine Verengung des Zugangs zum gehobenen Dienst auf Hochschulabschlüsse lässt wertvolle Praxiserfahrungen und deren Verknüpfung mit breitem theoretischen Wissen ungenutzt. Hier müssen die Kenntnisse & Fähigkeiten von Meister*innen und Techniker*innen und ihre Potentiale stärker ausgeschöpft werden. Minister Laumann teilt die Auffassung von ver.di, verwies hier aber auf die Zuständigkeit des Innenministeriums NRW. Wir bleiben am Thema dran!

 ver.di – Wir bleiben im Gespräch!

 

Sie interessieren sich für die Situation von Meister*innen und Techniker*innen in der Arbeitsschutzverwaltung und die Forderung diesen den Weg in die Laufbahngruppe 2.1. (ehemals gehobener Dienst) zu ermöglichen? Wenden Sie sich hierfür gerne an unsere Arbeitskreismitglied Nicklas Plegge.