Bau- und Liegenschaftsbetrieb

Lässt die Landesregierung den BLB NRW bei der Personalausstattung …

BLB NRW

Lässt die Landesregierung den BLB NRW bei der Personalausstattung im Regen stehen?

Personalräte, Vertrauensleute und Gewerkschaftsekretäre der ver.di ver.di Für die Beschäftigten: Personalräte, Vertrauensleute und Gewerkschaftsekretäre der ver.di

Lässt die Landesregierung den BLB NRW bei der Personalausstattung im Regen stehen?

Bei den Dienststellen und Betrieben des Landes NRW sind rund 16 000 Stellen unbesetzt. Und dieser Personalmangel droht sich in den nächsten Jahren noch zu verschärfen. Deshalb reagiert das Land NRW mit vielfältigen Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung. Auch der BLB NRW ist seit neuestem mit dabei. Wir wünschen der Kampagne viel Erfolg! Doch damit sich die Personalsituation beim BLB NRW verbessert, muss auch die Landesregierung NRW ihre Hausaufgaben machen: Sie muss endlich mit der Gewerkschaft ver.di eine marktgerechte und angemessene Eingruppierung im öffentlichen Dienst vereinbaren!

Denn es genügt nicht bei der Werbung um neue Kolleg*innen alleine auf „weiche“ Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit, Familienfreundlichkeit oder work-life-Balance zu setzen. Zumal es mit diesen weichen Faktoren häufig nicht weit her ist. Denn wo Personal fehlt, da drückt die Arbeitsbelastung. Da bildet der BLB NRW keine Ausnahme. Mit dem Arbeitsdruck steigen die Stunden auf dem Arbeitszeitkonto. Nach einer kleinen Anfrage der SPD-Fraktion haben die Beschäftigten beim BLB NRW zum 30.06.2019 62 345 Überstunden angesammelt. Die monatliche Kappungsgrenze liegt bei 120 Stunden je Beschäftigtem. Wie viele Stunden unbezahlt gekappt werden, dazu gab die Geschäftsführung des BLB NRW leider keine Auskunft. Andere Betriebe und Dienststellen des Landes NRW sind hier transparenter: Insgesamt wurden den Beschäftigten beim Land NRW zum Stand 31.05.2019 rd. 70 000 Überstunden unbezahlt gestrichen. Doch diese Streichung ist rechtlich fragwürdig. Zuletzt hat eine ehemalige Beschäftigte des BLB NRW mit der Unterstützung des ver.di-Rechtsschutz erfolgreich die Auszahlung ihrer Mehrarbeitsstunden durchgesetzt.

Hinzukommt: Das Land NRW konkurriert nicht nur mit der Privatwirtschaft sondern auch mit anderen öffentlichen Arbeitgebern. Auch der Bund und die Kommunen als Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes suchen Mitarbeiter*innen. Und hier gilt der besser dotierte Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Bund / VKA (TVöD). ver.di hat im Sozial- und Erziehungsdienst, in der Pflege oder bei den IT-Berufen bereits erreicht, dass die Landesbeschäftigten an das Gehaltsniveau bei Bund und Kommunen heranreichen. Doch für Ingenieure und Techniker*innen hat die Landesregierung in der Tarifrunde der Länder 2019 diese Gelegenheit verstreichen lassen. Ein Fehler!

Deshalb setzt sich ver.di weiter für eine bessere Bezahlung von technischen und Verwaltungsberufen beim Land NRW ein. Wir fordern hier die Verantwortung des Arbeitgebers für seine Beschäftigten ein! Denn wir wollen nicht nur neue Kolleg*innen gewinnen – auch wer schon da ist, hat ein Recht darauf, für seine und ihre Arbeit fair entlohnt zu werden. Deshalb: ver.di stärken! Nur mit einer starken Gewerkschaft können höhere Gehälter durchgesetzt werden!

 Mach stark was Dich stark macht!