Finanzverwaltung

Finanzverwaltung: Fachhochschule stößt an Kapazitätsgrenzen

Finanzverwaltung: Fachhochschule stößt an Kapazitätsgrenzen

NORDKIRCHEN: Fast 700 neue Studierende haben sich zum kommenden Semester an der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen eingeschrieben. Bereits bei der Begrüßung mussten die Studierende zusätzliche Stühle aufstellen. Auch in Sachen Wohnraum wird es eng. Ein bereits erprobtes Modell soll dieses Problem lösen.

hätten wir wohl eher losgehen sollen“, sagt eine Studentin im Eingang der Mensa der Fachhochschule zu ihrer Kommilitonin. Denn die Mensa ist um kurz vor 15 Uhr voll. Zumindest da, wo in wenigen Minuten die Begrüßung der neuen Studierenden stattfinden soll. Stühle schleppen, ist also der erste Berührungspunkt einiger Studierender mit ihrer künftigen Mensa.

„Ich freue mich, dass Sie sich für eine Ausbildung in der Finanzverwaltung beworben haben“, sagt wenig später FHF-Direktor Martin Stirnberg. Die Studierenden hätten die „richtige Wahl“ getroffen und er hoffe, dass sie selbst das in drei Jahren auch sagen würden.

Die Anzahl der Bewerber auf einen Studienplatz sei erheblich gewesen und er gratuliere den Studierenden, die sich im Bewerbungsverfahren durchgesetzt haben. „Es gibt sicherlich leichtere Studiengänge“, so Stirnberg weiter, „aber ein Abschluss bietet auch attraktive Arbeitsplätze in vielen Bereichen“.

Herr der Hausordnung" gibt praktische Tipps

Dass die neuen Studenten bereits einen „Sturm im Rechenzentrum“ der FHF ausgelöst hätten, berichtete Verwaltungsleiter und „Herr der Hausordnung“ Wilhelm Schulte und gab den Studienanfängern, wie auch der Bezirksbeamte Dieter Herbstmann, praktische Tipps mit auf den Weg.

Herbstmann wies insbesondere auf den begrenzten Parkraum in der Gemeinde hin und bat die Studenten um Rücksicht. Auf eine „ganz besondere Zeit“ in Nordkirchen stimmten die Erstsemester derweil Anja Ferber und Simon Bösken als Vertreter des Studierendenparlaments ein.

Fachhochschule stößt an ihre Kapazitätsgrenzen

Doch wo wohnen alle diese vielen Studenten jetzt? Neben den Erstsemestern setzen weitere 593 Studierende ihre Ausbildung in der Schlossgemeinde fort. Mit also insgesamt 1263 Studierenden stoße die Fachhochschule für Finanzen immer mehr an ihre Kapazitätsgrenzen, sagt Verwaltungsleiter Wilhelm Schulte.

Denn die Aussage „Wohnen und studieren im Schloss“ sei nicht ganz richtig. Denn die Studierenden wohnen längst nicht mehr nur im Schloss. Neben den Gebäuden im Sundern (552 Zimmer) werden Studenten in Altendorf, im Kortmannshaus an der Bergstraße und in vielen angemieteten Zimmern im Nahbereich der FHF untergebracht, zeigt Wilhelm Schulte auf.

Studenten werden in Conatinerdorf untergebracht

Neu ist, dass neben den bereits vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten in mobilen Wohneinheiten auf dem Campus weitere 120 Einheiten in einem „Containerdorf“ genutzt werden können. Gestern war dort Erstbezug. Seit 2014 ist die Unterbringung von Studenten in solch einem Containerdorf auf dem Sundern-Parkplatz erprobt.

Quelle: http://mobil.ruhrnachrichten.de/staedte/nordkirchen/672-Erstis-in-Nordkirchen-Fachhochschule-stoesst-an-Kapazitaetsgrenzen;art1054,3105691