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ver.di fordert attraktivere Arbeitsbedingungen bei den Bezirksregierungen

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ver.di fordert attraktivere Arbeitsbedingungen bei den Bezirksregierungen

Eine Lupe und menschliche Piktogramme. pixabay Stehen für ver.di im Mittelpunkt: Beschäftigte.

Düsseldorf, 7. Oktober 2021

Zur heutigen Aktuellen Stunde „Hochwasserfolgen schnell beseitigen – Organisationschaos der Landesregierung beenden“ im NRW-Landtag und der Berichterstattung um die Eigenkündigung des Abteilungsleiters bei der Bezirksregierung Köln, fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Lösungen für die prekäre Arbeitssituation in den Bezirksregierungen.

„Die untragbare Belastungssituation ist von der Landesregierung NRW zu verantworten“, erklärt Fachbereichsleiter Bund & Länder NRW Dirk Hansen. „Die Privat-Vor-Staat-Logik der Landesregierung hat den öffentlichen Dienst in NRW an vielen Stellen ausbluten lassen.“ Dies führe dazu, dass die Dienstleistungen gegenüber der Privatwirtschaft nicht mehr konkurrenzfähig sind. Fast jede zehnte Stelle bei den Bezirksregierungen in NRW ist unbesetzt. Die verbleibenden Beschäftigten schieben nach jüngsten Zahlen der ver.di rund 270 000 Überstunden vor sich her.

„Darunter leiden letztlich die Bürgerinnen und Bürger in NRW und die betroffenen Beschäftigten. Die Landesregierung muss sich endlich hinter ihre Beschäftigten stellen und eine Attraktivitätsoffensive für den öffentlichen Dienst starten. Dafür müssen auch die am morgigen Freitag beginnenden Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten genutzt werden. Es ist an der Zeit, die Arbeitsbedingungen bei den Bezirksregierungen zu verbessern. ver.di steht dafür bereit!“

Die Landesregierung dürfe die Beschäftigten nicht im Regen stehen lassen. Es bestehe sonst die Gefahr gesundheitlicher Schäden. „Der Bezirksregierung Köln fehlen jegliche Handlungsspielräume, um die Mangelsituation zu beheben“, so Hansen abschließend.