Justiz

"Arbeitgeber: Hände weg vom Arbeitsvorgang!" Für eine faire Bezahlung …

Gerichte und Staatsanwaltschaften

"Arbeitgeber: Hände weg vom Arbeitsvorgang!" Für eine faire Bezahlung der Justizbeschäftigten!

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) will den Arbeitsvorgang zum Kernthema der am 08.10.2021 beginnenden Tarif- und Besoldungsrunde machen. Die Arbeitgeber erwarten Zugeständnisse, die nichts Anderes bedeuten, als dass die Axt an die bisherigen Regelungen der Eingruppierung von Beschäftigten gelegt wird.

Was so nüchtern und technisch daherkommt, ist tatsächlich das Herzstück der Eingruppierung im öffentlichen Dienst. Und das greifen die Arbeitgeber jetzt an, wohl wissend, dass sie damit langfristig und nachhaltig Geld auf Kosten der Beschäftigten einsparen können.

Dabei haben wir mit dem Arbeitsvorgang eine klare und verlässliche Regelung geschaffen, an der sich schon seit mehr als vier Jahrzehnten Personalrätinnen und Personalräte wie Personalstellen gleichermaßen orientieren können und der vor allem für die unteren Entgeltgruppen eine hohe Bedeutung hat. Der Arbeitsvorgang ist die Grundlage der Arbeitsplatzbewertung und damit von zentraler Bedeutung für die Eingruppierung der Beschäftigten.

Bewährte Strukturen ohne Not in Gefahr

Denken wir hier nur an die ganzheitliche Aufgabenerledigung in den Serviceeinheiten der Gerichte und Staatsanwaltschaften. Anders als noch vor wenigen Jahren, als verschiedene Tätigkeiten mehreren Beschäftigten übertragen wurden, ist es heute so, dass die Aufgaben zusammengefasst und wenigen Beschäftigten übertragen werden: Alle anfallenden Aufgaben vom Eingang der Akte bis zu ihrem Abschluss dienen einem Arbeitsergebnis, der zügigen und einheitlichen Aktenbearbeitung. Daraus entstehen natürlich schlankere Arbeitsprozesse, werden Synergien gehoben, wie es neudeutsch heißt, und damit ganz im Sinne der Arbeitgeber ist. Sie nehmen das gerne und dankend mit – ohne die veränderte Arbeit gerecht und tarifkonform bezahlen zu wollen! Stattdessen verweigern die Arbeitgeber die Bearbeitung von Höhergruppierungsanträgen der Beschäftigten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften.

Angriff gemeinsam abwehren!

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Arbeitgeber alles, was wir über Jahre entwickelt haben, um zu einer angemessenen Eingruppierung zu kommen, jetzt in Frage stellen. Wenn wir uns darauf einlassen, sind Herabgruppierungen und Einstellungen in niedrigere Entgeltgruppen die absehbare Folge. Deswegen gibt es auf dieses abenteuerliche Ansinnen nur eine Antwort: Das kommt überhaupt nicht in Frage!

Mehr Informationen unter: https://unverzichtbar.verdi.de

 

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