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Zukunft des beamteten mittleren Justizdienstes

Zukunft des beamteten mittleren Justizdienstes

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit einiger Zeit wird immer wieder über die Zukunft des beamteten mittleren Justizdienstes diskutiert.

Derzeit sind ca. 4000 Beamte/innen in den Gerichten und Staatsanwaltschaften in NRW tätig. Demgegenüber steht die Zahl von ca. 1620 Stellen für Sachbearbeiteraufgaben, für die die Kolleginnen und Kollegen des beamteten mittleren Justizdienstes besonders ausgebildet sind. Das Verhältnis 4000 : 1620 zeigt, dass Beamte/innen des mittleren Justizdienst de facto lange Zeit nicht mit den herausgehobenen Sachbearbeitertätigkeiten betraut werden können. Die besondere Attraktivität wird deutlich, wenn man weiß, dass haushaltsrechtlich 80 % dieser Tätigkeiten für Justizamtsinspektoren A 9 und 20 % für Justizhauptsekretäre A 8 ausgewiesen sind.

In der nordrhein-westfälischen Justiz können in der Regel nur Justizfachangestellte für die Laufbahn des beamteten mittleren Justizdienstes zugelassen werden. Der 6-monatige fachtheoretische Vorbereitungsdienst wird mit einer Laufbahnprüfung beendet.

In früheren Zeiten als sich die Ausbildung der Auszubildenden weitüberwiegend auf Schreibtätigkeiten (Stenografie + Tastschreiben) konzentrierte, war die Weiterqualifikation in den beamteten mittleren Justizdienst in der Praxis für die geprüften Beamtenanwärter/innen sofort mit einem Wechsel der Aufgaben und inhaltlichen Tätigkeiten in den Geschäftsstellen der Gerichte und Staatsanwaltschaften verbunden.

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