Justiz

Justiz: Abgeordnet zur "Flüchtlingshilfe" - Ein Erfahrungsbericht

Justiz: Abgeordnet zur "Flüchtlingshilfe" - Ein Erfahrungsbericht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
unsere Kollegin Silvia Landschoof von der Staatsanwaltschaft Köln ist seit Mitte September 2015 im Rahmen der Flüchtlingshilfe zur Zentralen Ausländerbehörde in Köln abgeordnet. Dort leistet sie Amtshilfe bei der Registrierung von Flüchtlingen. Die Gewerkschaft ver.di hat mit ihr über ihre bisherigen Erfahrungen und Eindrücke gesprochen.

Welche Arbeit wird denn in der Zentralen Ausländerbehörde geleistet?

Silvia Landschoof: Wenn die Flüchtlinge in Deutschland ankommen, werden sie zuerst in einer Aufnahmeeinrichtung untergebracht. Dort werden sie mit dem Nötigsten versorgt. Damit sie einen Asylantrag stellen können, müssen sie sich registrieren lassen. Das ist die Arbeit, die bei uns in Köln und in den mobilen Teams in Neuss und Bonn gemacht wird. Hier vor Ort werden Morgens und Mittags Flüchtlinge mit Bussen zu uns gebracht. Zuerst werden die Menschen in unserem Warteraum fotografiert. Danach werden die persönlichen Daten der Menschen – einzeln oder als Familie – mit Hilfe unserer Dolmetscher erfasst. Dann werden sie aufgrund einer bundesweiten Quotenregelung (Königsteiner Schlüssel) verteilt. Sobald das Ergebnis da ist, kann ich die sogenannte BÜMA ausdrucken. (Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender). Diese geben wir den Asylantragstellern mit. Danach werden die Leute in die Unterkünfte zurückgebracht. Alle, die in andere Bundesländer verteilt wurden, werden in den nächsten Tagen mit dem Zug dementsprechend weiter geschickt. Wir buchen dann noch Fahrkarten und informieren die zuständigen Stellen über das Ergebnis. Das Nächste, was für die Asylsuchenden ansteht, ist der Termin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Dort wird über ihren Antrag entschieden. Wer asylberechtigt ist, wird dann endgültig in eine Stadt weitergeleitet.

Mehr im angefügten Bericht...