Justiz

Justiz: Alles elektrisch! Oder was? Interview mit dem Kollegen …

Justiz: Alles elektrisch! Oder was? Interview mit dem Kollegen Ulrich Scheer, Richter am SozG Duisburg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der elektronische Rechtsverkehr und die elektronische Akte entwickeln sich zum Top-Thema in den Gerichten und Staatsanwaltschaften.
Heute wollen wir unsere Interviewreihe mit dem Kollegen Ulrich Scheer vom Sozialgericht Duisburg fortsetzen.

ver.di: In welchem Bereich bist Du tätig? Welche Einschätzungen haben Deine Kolleginnen und Kollegen und Du zur Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte in der Justiz?

Scheer: Als Richter in der Sozialgerichtsbarkeit arbeite ich schon seit langem mit den jeweiligen Möglichkeiten, die die IT-Ausstattung der Justiz zulässt. Insbesondere bei der Aufarbeitung der - im Sozialrecht oft sehr umfangreichen Sachverhalte - erwarten viele Kolleginnen und Kollegen durch eine elektronische Akte wesentliche Erleichterungen. Bislang muss ein Aktenauszug, der Tatbestand eines Urteils oder eines Votums zeitintensiv diktiert oder selbst geschrieben werden. Viele Kolleginnen und Kollegen erwarten, dass sie die „gewonnene Zeit“ für die inhaltliche Arbeit nutzen und das „Arbeitsergebnis“ weiter qualitativ verbessern können. Angesichts der in den vergangenen Jahren gestiegenen Arbeitsbelastung steht eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen dieser Einschätzung bislang noch eher skeptisch gegenüber.

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