Gerichtsvollzieher

ver.di: Besserer Schutz für Gerichtsvollzieher*innen erreicht! …

Gerichtsvollzieher*innen

ver.di: Besserer Schutz für Gerichtsvollzieher*innen erreicht! Verbesserungen in der Trauma-Nachsorge bleiben notwendig!

Sprecher des ver.di-AK Gerichtsvollzieher, Jens Schwerdfeger, Justizminister Peter Biesenbach und ver.di-Landesfachbereichsleiter Dirk Hansen ver.di v.l.n.r: Sprecher des ver.di-AK Gerichtsvollzieher, Jens Schwerdfeger, Justizminister Peter Biesenbach und ver.di-Landesfachbereichsleiter Dirk Hansen

Zusammenarbeit zwischen Gerichtsvollzieher*innen und Polizei weiter verbessert. ver.di fordert Verbesserungen in der Trauma-Nachsorge

Auf Drängen der Gewerkschaft ver.di hin und als Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit Justizminister Peter Biesenbach hat die Landesregierung NRW die Zusammenarbeit zwischen Gerichtsvollzieher*innen und Polizei weiter verbessert. So können künftig Gerichtsvollzieher*innen zum Zwecke der Eigensicherung bei der Polizei abfragen, ob zum Vollstreckungsschuldner*innen Erkenntnisse bei der Polizei vorliegen. Sofern eine kurzfristige Anfrage gestellt werden muss, können sich die Gerichtsvollzieher*innen direkt fernmündlich an den/die diensthabende*n Polizeibeamt*in „Führungsstelle Gefahrenabwehr / Einsatz“ wenden. Die jeweiligen Kontaktdaten können Gerichtsvollzieher*innen von den ver.di-Vertrauensleuten erhalten.

Durch dieses Verfahren kann das Risiko, dass Gerichtsvollzieher*innen sich unwissend in gefährliche Situationen begeben, weiter minimiert werden. Denn durch die Anfrage bei der Polizei können Gerichtsvollzieher*innen feststellen, ob von dem Vollstreckungsschuldner*innen Gefahren ausgehen und so Angriffen auf Gerichtsvollzieher*innen vorbeugen.

Diese Regelung wurde mit Änderung des gemeinsamen Runderlasses „Zusammenarbeit zwischen Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher beziehungswiese Vollziehungsbeamtinnen und Vollziehungsbeamte und der Polizei“ vom 21.2.2020 (MBl. NRW. 2020 S. 103) vorgenommen.

 

Kommt es zu einem Übergriff, können Gerichtsvollzieher*innen das Psychosoziale Beratungsteam in Anspruch nehmen. Diese gehen unmittelbar nach dem Übergriff auf die Gerichtsvollzieher*innen zu und bieten Unterstützungsleistungen an. Doch Traumatisierungen und deren Folgen zeigen sich häufig erst nach mehreren Monaten, sodass Unterstützungsangebote unmittelbar nach dem Übergriff alleine nicht ausreichen. ver.di fordert deshalb ein zweites Angebot des Psychosozialen Beratungsteams, mehrere Monate nach dem Übergriff, für die betroffenen Gerichtsvollzieher*innen. So kann möglichen Traumata effektiver begegnet werden!

 

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