Vollzug

Dienstwohnungen schaffen statt Wohnraum vernichten

Justizvollzug

Dienstwohnungen schaffen statt Wohnraum vernichten

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Dienstwohnungen schaffen statt Wohnraum vernichten

Bochum, Köln, Wuppertal, Werl … und jetzt Iserlohn und Bielefeld. Erneut fallen Dienstwohnungen dem Aus- oder Neubau von Justizvollzugsanstalten zum Opfer. Für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen zum Teil eine Katastrophe. Deutliche höhere Miet- oder Reisekosten sind die Folge.

Der Wohnungsmarkt in NRW ist bekanntlich „angespannt“, in Teilen des Landes explodieren die Mieten geradezu, sofern man überhaupt eine geeignete Wohnung für seine Bedürfnisse findet. Die Alternative zum arbeitsnahen Wohnen heißt pendeln und da ist die Lage in NRW bekanntlich auch nicht besser, wenn man sich die Staumeldungen regelmäßig anhören darf oder besser muss, gerade in den Ballungsgebieten.

Wohnungspolitisch wäre die Landesregierung also insgesamt gut beraten hier Einfluss zu nehmen und selbst als sozialer Akteur Wohnraum zur Verfügung zur stellen. Allerdings hat man die landeseigene Entwicklungsgesellschaft LEG im Jahr 2008, unter der damaligen CDU/FDP-Landesregierung, privatisiert und an die von der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs aufgelegten Whitehall Real Estate Funds verkauft. Heute wundert man sich über höhere Mieten und schlechtere Wohnqualität.

Daher hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen auch zur Gründung einer neuen landeseigenen Wohnungsgesellschaft aufgefordert.

Mit Blick auf die landeseigenen Beschäftigtenwohnungen fordern wir die Landesregierung auf diese zu erhalten und mit Blick auf den Wohnungsmarkt in NRW noch auszubauen. Nicht nur an Justizvollzugsanstalten, sondern auch an bzw. im Umfeld von größeren Landeseinrichtungen, z.B. Hochschulen, Unikliniken, Justizzentren etc. sind solche landeseigenen Wohneinheiten für die Beschäftigten gut vorstellbar und sicher auch gut vermietbar. Einem Arbeitgeber der - bereits heute und demografisch noch stärker - händeringend nach neuem Personal sucht, stände eine solche Weitsicht jedenfalls gut zu Gesicht …

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