Vollzug

Justizvollzug: Für Gute Arbeit im Schichtdienst

Justizvollzug: Für Gute Arbeit im Schichtdienst

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Lebhafte Diskussion beim DGB-Workshop und der Justizvollzug mittendrin!

Wie sieht ein beschäftigtenfreundlicher Wechselschichtplan aus? Was wünschen sich die Kolleginnen und Kollegen? Wo liegen die Probleme? Diesen Fragen gingen Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften und Personalräten Ende Juni im Rahmen eines Workshops beim DGB Bundesvorstand in Berlin nach.

Gegen den biologischen Rhythmus

Schichtarbeit kann die Gesundheit und das Sozialleben der Beschäftigten stark beeinträchtigen, weil sie gegen den biologischen Rhythmus der Körperfunktionen arbeiten und schlafen müssen. Es verwundert insofern nicht, dass diejenigen, die nachts oder in wechselnden Schichten arbeiten müssen, die eigene Gesundheit als schlechter einschätzten, als diejenigen mit dem Nine-to-five-job. Doch obwohl die negativen Auswirkungen solcher Arbeitszeiten seit langem bekannt sind, erleben wir in den letzten Jahren einen deutlichen Trend zu belastenden Arbeitszeiten, auch im öffentlichen Dienst.

Über den Tellerrand schauen

Ziel des DGB-Workshops war es, sich mit Betroffenen aus den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Dienstes und der Bahn über Gestaltungsoptionen für Gute Arbeit im Schichtdienst auszutauschen. Gerade der Blick über den Tellerrand und die Suche nach den Schwierigkeiten stellte sich dabei als produktiv heraus. Unter den Kolleginnen und Kollegen, die der Einladung nach Berlin gefolgt waren, entspann sich eine lebendige Diskussion. Dabei wurde erkennbar, wie vielfältig die zu beachtenden Interessen sind. So wirken sich die Belastungen durch derartige Arbeitszeiten auf Dienstjüngere in der Regel anders aus, als auf dienstältere Kolleginnen und Kollegen. Das führt zu teils sehr unterschiedlichen Bedürfnissen. Dennoch konnten viele Aspekte verallgemeinert und grundsätzliche Erforderlichkeiten für „Gute Schichtarbeit“ benannt werden. Dazu zählen Punkte wie Planbarkeit, kurze Schichtwechsel oder auch die Vermeidung von Zusatzdiensten. Klar wurde jedoch auch: Ohne ausreichende Personaldecke geht es nicht.

Quelle: http://www.dgb.de/themen/++co++1f6b54be-810b-11e8-a602-52540088cada