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TVÖD: NRW: Warnstreiks am Mittwoch und Donnerstag

TVÖD: NRW: Warnstreiks am Mittwoch und Donnerstag

24.03.2014

NRW: Warnstreiks am Mittwoch und Donnerstag. Busse und Bahnen fahren zwei Tage nicht. ver.di rechnet mit 70.000 Teilnehmer/innen

In Nordrhein-Westfalen kommt es am Mittwoch und Donnerstag (26./27.3.) zu umfangreichen Warnstreiks, die weite Teile des öffentlichen Lebens betreffen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rechnet mit insgesamt über 70.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. An  beiden Tagen wird der öffentliche Personennahverkehr der Kommunen im gesamten Ruhrgebiet sowie in den Räumen Köln, Düsseldorf, Aachen, Bielefeld, Paderborn, Münsterland, Krefeld, Mönchengladbach, Niederrhein, Remscheid, Solingen, Hagen, Lüdenscheid, Südwestfalen und Wuppertal ganz oder teilweise zum Erliegen kommen. 

Am Donnerstag sind in vielen Städten auch alle anderen Bereiche des öffentlichen Dienstes zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Kitas, Kliniken, Theater, Stadtverwaltungen, Seniorenheime, Sparkassen, die Müllabfuhr, Wasserwerke Jobcenter, öffentliche Bäder, Schleusen, Stadtwerke und Bauhöfe werden schließen oder ihre Dienstleistungen nur eingeschränkt anbieten. Am Flughafen Köln-Bonn streiken in der Nacht bis 9:30 Uhr 160 Beschäftigte der Bodendienste. „Das ist die letzte eindringliche Aufforderung an die Arbeitgeber, den öffentlichen Dienst wieder an die Durchschnittslöhne in der Gesamtwirtschaft anzugleichen“, erklärte die ver.di-Landesleiterin in NRW, Gabriele Schmidt. Die bisherigen Einlassungen der Arbeitgeberseite seien „noch weit weg von dem, was die Beschäftigten erwarten“. Die nächste Verhandlungsrunde am 31. März und 1. April sei „das Ende der Fahnenstange.“ Deshalb müsse man Druck machen.

Zu vier Großkundgebungen am Donnerstag in Dortmund, Köln, Duisburg und Bielefeld erwartet die Gewerkschaftmehrere Zentausend Menschen. Redner sind unter anderem Achim Meerkamp, ver.di-Bundesvorstandsmitglied/ Verhandlungskommission, Sylvia Bühler (ver.di-Bundesvorstand) sowie ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt und der stellv. Landesleiter Uli Dettmann.

ver.di fordert eine Grunderhöhung der Entgelte um 100 Euro plus 3,5 Prozent, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Zudem soll der neue Tarifvertrag den besonderen Belastungen der Beschäftigten im Nahverkehr Rechnung tragen. Außerdem verhandelt ver.di mit den Arbeitgebern über einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen für alle und den Ausschluss sachgrundloser Befristungen. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden.

V.i.S.d.P.:
Günter Isemeyer
Pressesprecher
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