Digitalisierung

Es ist Deine Perspektive! Digitalisierungstarifvertrag stärkt …

Allgemeine Bundesverwaltung

Es ist Deine Perspektive! Digitalisierungstarifvertrag stärkt Qualifizierung!

Eine Abbbildung von Cyber-Räumen pixabay Im Wandel der Arbeitswelt: Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt dramatisch. Der Druck auf die öffentliche Verwaltung, möglichst viele Leistungen möglichst schnell online anzubieten steigt ständig. Der Bund hat sein Ziel, 115 Dienstleistungen zu digitalisieren von 2022 auf Ende 2020 vorverlegt. Damit die Beschäftigten mit dieser Entwicklung Schritt halten können und auch künftig Perspektiven für ihre berufliche Entwicklung haben, fordert ver.di umfassende Qualifizierungen im Wandel.

Das ist die Herausforderung: Werden öffentliche Dienstleistungen online angeboten und digital verarbeitet, verändern sich Arbeitsabläufe, Arbeitsweisen und die Anforderungen an die Beschäftigten. Mit Einführung der E-Akte im Bund werden die Aufgaben von Registraturen schrittwiese reduziert. Botengänge nehmen ab und drohen künftig ganz wegzufallen. Eingehende Post wird nur noch geöffnet und von Scanstraßen verarbeitet.

Auch die Sachbearbeitung wird zunehmend automatisiert. Bisheriges Wissen und die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Beschäftigten werden tlw. nicht mehr benötigt, dafür aber andere, digitale Kompetenzen eingefordert. Dem Ruf der Arbeitgeber nach mehr Fachkräften mit IT-Kompetenz steht ein Mangel an Qualifizierungskonzepten und –möglichkeiten gegenüber. Im Konzept des Bundes zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes sucht man vergeblich nach dem Stichwort „Qualifizierung“. Ohne Qualifizierung wird die Digitalisierung aber nicht gelingen und ohne Qualifizierung gibt es wenig Perspektiven für die Beschäftigten.

Das will ver.di erreichen: Beschäftigte brauchen im digitalen Wandel einen klaren und unbedingten Rechtsanspruch auf Qualifizierung, wenn sich ihre Tätigkeiten verändern, neue Aufgaben hinzukommen oder bisherige wegfallen. § 5 TVöD sieht derzeit einen Anspruch auf ein regelmäßiges Qualifizierungsgespräch vor. Das ist angesichts der Dynamik der Qualifizierungsprozesse unzureichend und muss erweitert werden.

Außerdem muss der Bund als Arbeitgeber verpflichtet werden, bereits bei der Planung zentraler Digitalisierungsprozesse die Auswirkungen auf die Qualifizierungsanforderungen zu analysieren und entsprechende Qualifizierungskonzepte vorzulegen.

Das geht nur mit Tarifvertrag! Einen echtsanspruch auf Qualifizierung kann es nur mit Tarifvertrag und bei entsprechender Übertragung der Regelung auf die Beamt*innen geben. Ein Rechtsanspruch verbunden mit der Pflicht der Arbeitgeber, Qualifizierungskonzepte vorzulegen, eröffnet den Beschäftigten Perspektiven in der digitalen Arbeitswelt und stärkt die Personalvertretungen, bedarfsgerechte Qualifizierungsangebote durchzusetzen. Wir nehmen den Bund als Arbeitgeber beim Wort: Niemand soll seine Arbeit durch Digitalisierung verlieren. Deshalb müssen alle Beschäftigten einen Anspruch auf Qualifizierung erhalten!

Deshalb: Mitglied werden!