Stationierer

    Tarifverhandlungen SSK 2015

    Tarifverhandlungen SSK 2015

    Die Bundestarifkommission für den Bereich der Streitkräfte wird die Forderungsempfehlungen der regionalen Gliederungen am 15. und 16. Juni 2015 abschließend beraten und beschließen. ver.di hat den Tarifvertrag für die bundesweit 17 000 Zivilbeschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften zum 31. August 2015 gekündigt. Die Bundestarifkommission SSK setzt sich aus ver.di - Mitgliedern zusammen, welche wiederum durch die Landesfachgruppen entsandt worden sind.

    Am 03. September 2015 beginnen voraussichtlich die Tarifverhandlungen beim BMI in Berlin. Diese sollen am 20. - 21. Oktober 2015 fortgesetzt werden.

    Die Zivilbeschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften erleben seit 2010 eine Abkoppelung von der allgemeinen Lohnentwicklung. Während die Löhne im Zeitraum von 2011 bis 2014 allgemein um durchschnittlich 10,5 % und im öffentlichen Dienst immerhin um 9,5 % stiegen, mussten sich die Zivilbeschäftigten bei den Streitkräften zumeist mit nichts oder Einmalzahlungen zufrieden geben und erhielten seinerzeit ab 1. Januar 2014 dreißig Euro tabellenwirksam mehr pro Monat. Aufgrund des „Pay Freeze“, des Einfrierens der Löhne für amerikanische Staatsbedienstete, blieben die Tabellen zwischen Februar 2010 und Januar 2014 unverändert. Trotz der Erhöhung um 30 € seit Januar 2014 haben die Zivilbeschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften in diesen vier Jahren die schlechteste Lohnentwicklung von allen Tarifbereichen in Deutschland. Erst nach zähem Ringen konnte in der Tarifrunde 2014  trotz enger Haushaltslagen und Sparvorgaben der Entsendestaaten in den Morgenstunden des 22. Oktober 2014 ein "akzeptables" Ergebnis von 2,4 Prozent tabellenwirksamer Erhöhung rückwirkend ab 01. September 2014 bei einer 12 monatigen Laufzeit abgeschlossen werden. Dieser Tarifabschluss galt auch bei Standortauflösungen zum 30. September 2014.