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Paderborn: Zivilbeschäftigte wollen mehr Geld von Briten

Paderborn: Zivilbeschäftigte wollen mehr Geld von Briten

Mehr als 1000 Zivilbeschäftigte sorgen sich in Ostwestfalen-Lippe um ihre Zukunft, wenn die Briten bis spätestens 2020 das Land verlassen und Kasernen aufgeben. Verdi fordert für die Beschäftigten fünf Prozent Lohnerhöhungen: Es sollten mindestens 100 Euro im Monat mehr sein.

Allein am Standort Paderborn arbeiten etwa 700 Zivilangestellte für die britischen Streitkräfte. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Instandhaltungsbetriebes Babcock blicken sie mit mulmigen Gefühlen in eine ungewisse Zukunft.

Am Dienstag zogen in einer »aktiven Mittagspause« mehr als 50 Zivilbeschäftigte und Babcock-Mitarbeiter vor das Haupttor der Normandy Kaserne in Sennelager, um diesen Forderungen in den Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen. »Das Angebot der Arbeitgeberseite von einem Prozent ist lächerlich«, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Jan-Philipp Mehrhoff (33) aus Minden.

Deutlichere Tariferhöhungen seien auch deshalb wichtig, um nach dem Britenabzug und der Aufgabe der Kasernen vielleicht mehr Arbeitslosengeld zu bekommen und auch Rentenansprüche zu erhöhen. »Wir sind es wert«, war auf Plakaten zu lesen.

Den Beschäftigten geht es auch um eine arbeitgeberfinanzierte Versicherung zur Schadensregulierung für Dienstfahrzeuge.

Quelle: http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Paderborn/Paderborn/2989846-Es-geht-um-fuenf-Prozent-oder-mindestens-100-Euro-monatlich-Zivilbeschaeftigte-wollen-mehr-Geld-von-Briten