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    Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst haben positiven Einfluss …

    Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst haben positiven Einfluss auf Gehaltsentwicklung - Besoldung folgt Tarif

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    Die Tarifabschlüsse für den Öffentlichen Dienst sorgen dafür, dass sich die Monatsverdienste insgesamt positiv entwickelt haben. Demnach stiegen die Tarifgehälter inklusive Sonderzahlungen im zweiten Quartal 2017 durchschnittlich um 3,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

    Die Tarifverdienste – gemessen am Index der tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen – waren im zweiten Quartal 2017 durchschnittlich 3,8 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Das ist der höchste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im zweiten Quartal 2017 im Vorjahresvergleich bei 3,4 Prozent. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise um 1,7 Prozent.

    TVöD-Tarifabschluss hebt Verdienste
    Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung hatte wie schon im Vorquartal der Doppelabschluss im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD). Bereits im April 2016 hatten Gewerkschaften und Arbeitgeber sich auf einen Tarifabschluss geeinigt. Das Ergebnis sieht vor, dass die Löhne rückwirkend zum 1. März 2016 um 2,4 Prozent gestiegen sind. Im Februar 2017 erfolgte die zweite Erhöhung um weitere 2,35 Prozent.

    TV-L-Tarifergebnis gilt seit Januar 2017
    Hinzu kam die Auszahlung des Tarifabschlusses für die Beschäftigten der Länder (TV-L) in Höhe von 2,0 Prozent, mindestens aber 75 Euro. Dieser gilt zwar bereits seit Januar 2017, er wurde allerdings erst im zweiten Quartal 2017 verbunden mit einer Nachzahlung für die vorherigen Monate ausgezahlt. Besonders deutlich zeigen sich diese beiden Effekte in den Branchen Wasserversorgung und Entsorgung, Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen mit einer Tarifsteigerung von jeweils + 4,5 Prozent, rechnet destatis vor. Hintergrund zum TV-L-Abschluss: Ein weiterer Anhebungsschritt um 2,35 Prozent erfolgt zum 1. Januar 2018. Zudem hatten sich die Tarifparteien auf die Einführung der Stufe 6 für die Entgeltgruppen 9 bis 15 erfolgt in zwei Teilschritten: zum 1. Januar 2018 sowie zum 1. Oktober 2018 geeinigt. Dies bedeutet unter anderem für einen Großteil der Lehrerinnen und Lehrer einen Gehaltszuwächse von 115 bis 185 Euro, wie die GEW mitteilte.

    Quelle: http://oeffentlicher-dienst-news.de/tvoed-tarifabschluesse-im-oeffentlichen-dienst-haben-positiven-einfluss-auf-gehaltsentwicklung/

    Was vom höheren Lohn bleibt SZ-Grafik; Quelle: Statistisches Bundesamt Tabelle

    Öffentlicher Dienst mit 1,4 Prozent Reallohngewinn zu 2016. Besoldung folgt Tarif!

    Wer tariflich beschäftigt ist, hat Anfang 2017 deutlich mehr Geld bekommen als 2016. Und: Die Inflation fällt diesmal niedriger aus. Hohe Tarifabschlüsse und die gute Konjunktur machen sich auf den Gehaltszetteln vieler Menschen bemerkbar: Wer nach Tarif bezahlt wird, hat im ersten Quartal 2017 im Schnitt 2,8 Prozent mehr Geld verdient als im Vorjahr. Das meldet das Statistische Bundesamt am Dienstag. Im vergangenen Jahr waren die Tarifgehälter um 2,0 Prozent gestiegen.

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    Föderalismus: Besoldungsrunde auf der Zielgeraden – Unterschiede bleiben! Besoldung im Bund und NRW folgt den ver.di-Tarifverträgen.

    Die Besoldungsrunde für die Beamtinnen und Beamten in den Ländern und Kommunen ist auf der Zielgeraden: Mittlerweile liegen Gesetzentwürfe und -beschlüsse in allen Ländern vor. Viele Beamtinnen und Beamte erhalten bereits erhöhte Bezüge oder entsprechende Abschlagzahlungen. Wir haben uns bis zuletzt intensiv dafür eingesetzt, dass die verbeamteten Beschäftigten nicht von der Einkommensentwicklung im Öffentlichen Dienst abgekoppelt werden.

    Unterschiede bleiben bestehen: In einigen Ländern wird das Tarifergebnis uneingeschränkt übernommen. Andere Länder ziehen dagegen 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage ab oder passen die Besoldung zeitlich verzögert an. Unterschiede von über zehn Prozent zwischen den Ländern bleiben bestehen. Das Schlusslicht Berlin versucht mit einer Anpassung um drei Prozent im kommenden Jahr und einer erhöhten Jahressonderzahlung, den Anschluss an die anderen Länder schrittweise wiederherzustellen.

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