Kampagne Arbeitszeit ÖD

Arbeitgeber verweigern Angebot – Warnstreiks jetzt!

Tarifrunde TVöD Bund/VKA 2020

Arbeitgeber verweigern Angebot – Warnstreiks jetzt!

ver.di-Mitglieder mit Fahnen und Plakaten. Kay Herschelmann Gemeinsam stärker: ver.di - Mitglieder.

Zweite Runde der Tarifverhandlungen mit Bund und VKA – 19./20. September 2020 in Potsdam.
Arbeitgeber verweigern Angebot – Warnstreiks jetzt!

Noch in der letzten Woche hat die VKA bemängelt, die Verhandlungen würden nicht zügig genug gehen. Nun haben sie nicht einmal ein Angebot vorgelegt! So war die zweite Verhandlungsrunde an diesem Wochenende sinnlos verplemperte Zeit.

Die Arbeitgeber haben vor allem erklärt, was von unseren Forderungen und Erwartungen alles nicht geht. Stattdessen wollen sie:

  • Sehr lange Laufzeit auch bei minimalster Erhöhung
  • Kein Mindestbetrag, keine soziale Komponente
  • Keine Arbeitszeitverkürzung in welcher Form auch immer

Warnstreiks jetzt!
Wenn die Arbeitgeber den Konflikt verschärfen, muss die Antwort aus den Betrieben kommen. Die Planung in den ver.di-Bezirken vor Ort läuft jetzt auf Hochtouren. Die ersten Warnstreiks beginnen am 22. September. Macht mit! Seid dabei!

Besonders beschämend ist der Beitrag der VKA zu 30 Jahre Einheit: Bis heute müssen die Beschäftigten im Osten mit 40 Stunden eine Stunde länger arbeiten, als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Wenn es nach der VKA geht, soll es noch ein halbes Jahrzehnt so bleiben! Vielleicht eine halbe Stunde weniger ab 2023! Und Angleichung dann 2025! Gegen diese Klatsche werden wir uns gemeinsam wehren!

Auch beim Thema Arbeitszeitangleichung bei den Bundesbeamt*innen gibt es nach der zweiten Verhandlungsrunde mit dem Bund noch keinen Fortschritt zu vermelden. Sowohl die Angleichung der ostdeutschen an die westdeutschen Wochenarbeitszeiten im Tarifbereich, als auch die Angleichung der Wochenarbeitszeiten der Bundesbeamt*innen an das geltende Tarifniveau sind wichtige Gerechtigkeitsfragen im Bereich der Arbeitszeit. ver.di erwartet, dass sich die Arbeitgeber und Dienstherren bei diesen beiden Themen endlich bewegen und ein konkretes Angebot vorlegen.

Die Arbeitgeber drohen außerdem mit Abgruppierung!
Sie wollen partout Änderungen bei bisherigen zentralen Regelungen zur Eingruppierung – Stichwort Arbeitsvorgang. Über zehn Jahre haben wir mit der VKA über die Entgeltordnung verhandelt und sind noch immer mit der Umsetzung beschäftigt. Nach wie vor müssen Kolleg*innen für ihre korrekte Eingruppierung streiten. Nur wegen eines Phantomschmerzes der Arbeitgeber beim Thema Arbeitsvorgang droht ein nicht beherrschbarer Flächenbrand. Nicht mit uns!

Auch für die Beschäftigten der Sparkassen drohen Verluste: Die VKA will an die Sparkassensonderzahlung! Obwohl im gesonderten Gespräch mit den Vertretern der Sparkassen am Freitag davon keine Rede war. Hier ist weiterhin Druck nötig!

Gemeinsam für unsere Forderungen eintreten!
Sprecht eure Kolleginnen und Kollegen an und beteiligt euch gemeinsam an Aktionen und Streiks! Streiks funktionieren auch mit Abstand! Aktionen werden auch Corona-gerecht und trotzdem wirksam sein. Zeigt den Arbeitgebern, dass sie auf dem Holzweg sind, wenn sie glauben, dass wir uns in Zeiten der Pandemie nicht für unsere Interessen einsetzen würden!

UNSERE FORDERUNGEN
1. Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich.
2. Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikant*innen um 100 Euro monatlich.
3. Laufzeit zwölf Monate.
4. Tarifierung der Ausbildungsbedingungen der Studierenden in den bislang nicht tariflich geregelten praxisintegrierten dualen Studiengängen.

Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender: „Die öffentlichen Arbeitgeber haben sich zwei Runden lang eingemauert. Von Respekt und Anerkennung gegenüber den Beschäftigten war nichts zu spüren. Damit sind Warnstreiks unvermeidlich.“

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