TV-L (Länder)

    Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder

    Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder

    In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder weitet ver.di vor der dritten Verhandlungsrunde die Warnstreiks aus. In allen Bundesländern werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Straßenmeistereien, Küstenschutz, Unikliniken, Universitäten, Statistikämtern und anderen Bereichen der Landesverwaltung zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

    „Die Arbeitgeber haben sich bisher geweigert, überhaupt ein Angebot vorzulegen. Gleichzeitig wollen sie bei der betrieblichen Altersversorgung im öffentlichen Dienst einen Ausstieg aus dem System, der perspektivisch darauf hinausläuft, dass die Beschäftigten mit bis zu 20 Prozent Rentenkürzung rechnen müssen. Insofern dürfen sich die Länder nicht wundern, wenn es jetzt zu einer Eskalation kommt“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Montag.

    ver.di setzt bei den Streiks regionale Schwerpunkte, unter anderem am Mittwoch, 11. März 2015, in Schleswig-Holstein (zentrale Kundgebung in Kiel), Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin) und Berlin. Am 12. März in Brandenburg (Potsdam), Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf) und Niedersachsen/Bremen (Bremen). Am 13. März finden landesweit Warnstreiks in Baden-Württemberg statt (Stuttgart).

    ver.di fordert für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die verbindliche Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage. Zusätzlich sollen sachgrundlose Befristungen tarifvertraglich ausgeschlossen und angestellte Lehrkräfte endlich tariflich eingruppiert werden. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfänger (Pensionäre) übertragen werden. Die Verhandlungen werden am 16. und 17. März in der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam fortgesetzt.