TV-L (Länder)

    Rund 100.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben sich an …

    Rund 100.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben sich an Warnstreiks beteiligt

    Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder haben heute erneut fast 9.000 Tarifangestellte in Baden-Württemberg und Bayern die Arbeit niedergelegt. Damit haben sich in der zurückliegenden Woche insgesamt rund 100.000 Beschäftigte an Warnstreiks im Öffentlichen Dienst beteiligt. ver.di hatte gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW, und der Gewerkschaft der Polizei, GdP zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Daran beteiligten sich bis heute unter anderem Beschäftigte an Universitäten, Zentren für Psychiatrie, Autobahnmeistereien, Museen, Wasserwirtschaftsämtern und weiteren Einrichtungen der Länder sowie Lehrkräfte.

    Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften noch einmal den Druck in der anstehenden dritten Runde der Tarifverhandlungen für die Länderbeschäftigten erhöhen, die am kommenden Montag und Dienstag (16./17. März2015) in Potsdam stattfindet.

    ver.di fordert für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die verbindliche Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage. Zudem sollen sachgrundlose Befristungen tarifvertraglich ausgeschlossen und angestellte Lehrkräfte endlich tariflich eingruppiert werden. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfänger (Pensionäre) übertragen werden.