TVÖD (Bund)

    TVÖD: Deutliche Reallohnerhöhung und sichere Altersversorgung

    TVÖD: Deutliche Reallohnerhöhung und sichere Altersversorgung

    Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Frank Bsirske hat die Arbeitgeber von Bund und Kommunen aufgefordert, dem Abschluss eines  Tarifvertrages nicht durch unannehmbare Forderungen im Wege zu stehen. „Die Steuereinnahmen und -prognosen sind gut wie lange nicht mehr - das spricht für eine deutliche Reallohnerhöhung“, sagte Bsirske. In der zweiten Verhandlungsrunde am 11. und 12. April 2016 in Potsdam erwarte die Gewerkschaft eine Abkehr der Arbeitgeber von der Forderung nach Eingriffen in das Leistungsrecht der Altersversorgung im öffentlichen Dienst. „Die geplante Absenkung des Niveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung werden wir nicht zusätzlich durch Einschnitte in der Zusatzversorgung verstärken“, erklärte Bsirske. Auch die neue Entgeltordnung müsse man jetzt „in trockene Tücher bekommen.“ In der ersten Verhandlungsrunde am 21. März hatte es keine Annäherung der Positionen gegeben.

    Bereits seit Wochenbeginn waren Tausende von Beschäftigten in nahezu allen Bundesländern dem Aufruf von ver.di gefolgt und hatten sich an Aktionen und mehrstündigen Warnstreiks beteiligt. Neben Stadtverwaltungen, Kindertagesstätten und anderen städtischen Einrichtungen waren auch Kliniken, Stadtwerke und Einrichtungen des Bundes von den Aktionen betroffen. ver.di kündigte an, die Warnstreiks  zu verstärken, falls es am Montag und Dienstag nicht zu einer Einigung komme. 

    ver.di fordert für die rund 2,14 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung  der Ausbildungsvergütung um 100 Euro pro Monat. Zudem will die Gewerkschaft die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.