TVÖD (Kommunal)

Neue Entgeltordnung zum TVöD im Bereich der kommunalen Arbeitgeber …

Neue Entgeltordnung zum TVöD im Bereich der kommunalen Arbeitgeber (VKA)

ver.di ver.di Tarifverträge

Liebe/r Kolleginnen und Kollegen,

mit der Tarifeinigung in der Entgeltrunde 2016 hat ver.di mit den kommunalen Arbeitgebern auch Einigung über die neue Entgeltordnung zum TVöD erzielen können. Am 1. Januar 2017 tritt die neue Entgeltordnung in Kraft, die für viele Beschäftigte zu Verbesserungen bei der Eingruppierung und somit beim Einkommen führen wird. Die Beschäftigten fragen sich daher: Profitiere ich auch von der neuen Entgeltordnung und was muss ich tun, um in den Genuss der Verbesserungen zu kommen? Deshalb wollen wir dir/Ihnen einige Hinweise zum Verfahren geben:

  1. Die am 31. Dezember 2016 vorhandenen Beschäftigten sind grundsätzlich unter Beibehaltung ihrer bisherigen Entgeltgruppe einschließlich aller damit verbundenen Entgeltbestandteile zum 1. Januar 2017 in die neue Entgeltordnung übergeleitet.

  2. In Entgeltgruppe 9 eingruppierte Beschäftigte werden automatisch der neuen Entgeltgruppe 9a (aus der „kleinen“ E 9) bzw. der neuen Entgeltgruppe 9b (aus der „großen“ E 9) zugeordnet, Beschäftigte in der Entgeltgruppe 13 mit persönlicher Zulage zur Entgeltgruppe 14 der Entgeltgruppe 14 und die Beschäftigten im Pflegebereich aus der KR-Tabelle der entsprechenden Entgeltgruppe der neuen P-Tabelle. Diese Zuordnung ist nicht mit materiellen Veränderungen verbunden.

  3. Ergibt sich für die Beschäftigten in den Fällen zu 1. oder 2. durch die neue Entgeltordnung eine höhere Entgeltgruppe, sind sie auf ihren Antrag hin in der höheren Entgeltgruppe eingruppiert. Dieser Antrag kann vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 beim Arbeitgeber gestellt werden (am besten schriftlich) und wirkt unabhängig vom Zeitpunkt der Antragstellung immer auf den 1. Januar 2017 zurück. Es besteht also aktuell kein Handlungs- bzw. Zeitdruck für diesen Antrag!

ver.di hat auf dieses Verfahren Wert gelegt, weil sich wegen der geltenden Höhergruppierungsregeln durch eine Höhergruppierung auch finanzielle Nachteile ergeben können, und damit die Beschäftigten ausreichend Zeit haben, zu entscheiden, ob sich eine Höhergruppierung für sie lohnt und sie einen Antrag bei ihrem Arbeitgeber stellen möchten. Vor einer Antragstellung sollte sorgfältig geprüft werden, welche Folgen eine Höhergruppierung für die Stufenzuordnung, eventuelle Besitzstandszulagen, einen eventuellen Strukturausgleich usw. hat.

  • Weitere Informationen zur Tarifeinigung im angefügten Dwonload.

ver.di-Mitglieder haben die Möglichkeit, sich bei ihrem ver.di-Bezirk informieren und beraten zu lassen. Kontaktdaten... des Fachbereiches Bund + Länder NRW