Zusatzversorgung

    VBL: Versicherungsnachweis 2017 und Startgutschriften

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    VBL: Versicherungsnachweis 2017 und Startgutschriften

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    Bei der VBL pflichtversicherte Beschäftigte erhalten einmal jährlich – im Juli/August – mit dem Versicherungsnachweis VBLklassik einen Nachweis über die von ihnen bei der VBL erworbenen Anwartschaften auf Betriebsrente.

    In diesem Jahr werden wir den Versicherungsnachweis VBLklassik, der die bis Ende 2017 erworbenen Anwartschaften berücksichtigt, etwas später versenden, als Sie es gewohnt sind. Sie erhalten Ihren Versicherungsnachweis für das Jahr 2017 voraussichtlich im Zeitraum von Ende September 2018 bis Anfang Oktober 2018.

    Aktuell arbeitet die VBL an der Neuberechnung der Startgutschriften. Erst nach der Neuberechnung der Startgutschriften für die bei der VBL pflichtversicherten Beschäftigten werden wir die Versicherungsnachweise versenden. Sollte sich durch die Neuberechnung der Startgutschrift Ihre Anwartschaft auf Betriebsrente bei der VBL erhöhen, kann dies somit bereits im Versicherungsnachweis 2017 berücksichtigt werden. Sie erhalten damit einen vollständig aktualisierten Nachweis über Ihre bis zum 31. Dezember 2017 erworbene Anwartschaft.

    Quelle: https://www.vbl.de/de/service/informationen/newsarchiv/versicherungsnachweis-2017_jjqqk1gj.html

    ver.di: Neuberechnung der Startgutschrift im ATV/ATV-K

    Nachdem der Bundesgerichtshof im März 2016 die bestehende Regelung zur Berechnung der Startgutschriften für die rentenfernen Versicherten in der Zusatzversorgung verworfen hatte, hat sich ver.di am 8. Juni 2017 mit den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes (Bund, TdL und VKA) auf ein Eckpunktepapier zur Neuberechnung der Startgutschriften geeinigt. Die Tarifvertragsparteien halten danach am Näherungsverfahren zur Berechnung der anzurechnenden Grundversorgung fest. Der bisherige Faktor von 2,25 % pro Jahr wird in Abhängigkeit vom Alter bei Beginn der Pflichtversicherung auf maximal 2,5 % angehoben.

    Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat den entsprechenden Änderungen des ATV/ATV-K zugestimmt. Mit der Zustimmung der VKA-Mitgliederversammlung vom 17. November 2017 liegen jetzt die Zustimmungen der Beschlussgremien aller Tarifvertragsparteien vor. Bisher erhielten alle rentenfernen Versicherten pro Jahr der Pflichtversicherung in der Zusatzversorgung einen Anteil von 2,25 Prozent der für ihn ermittelten höchstmöglichen Voll-Leistung. Nach der Neuregelung wird dieser Faktor in Abhängigkeit vom Alter bei Beginn der Pflichtversicherung verändert. Zur Berechnung des neuen Faktors wird zunächst die Zeit vom erstmaligen Beginn der Pflichtversicherung bis zum Ende des Monats ermittelt, in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird. Anschließend werden 100 Prozent durch diese Zeit in Jahren geteilt (100 Prozent / Zeit in Jahren). So erhält man den neuen Faktor als Prozentwert, der zur Ermittlung der anteiligen Voll-Leistung maßgebend ist. Der Faktor beträgt mindestens 2,25 und höchstens 2,5 Prozent pro Pflichtversicherungsjahr.
    Dieses Modell findet auch auf die Startgutschriften für beitragsfrei Versicherte Anwendung, soweit diese nach § 18 Abs. 2 Betriebsrentengesetz (BetrAVG) berechnet wurden.

    Für die „Startgutschriften“ bedeutet die Einigung, dass diese automatisch nachberechnet werden. ver.di erwartet, dass jede ca. zweite Nachberechnung zu einer Erhöhung der in Rede stehenden Startgutschrift führen wird. Es erfolgt immer eine individuelle Nachberechnung.

    Die Erhöhungen belaufen sich z.B. im Abrechnungsverband West der VBL durch-schnittlich auf monatlich zwischen 0,37 Euro (Alter bei Versicherungsbeginn 54 Jahre) und 17,57 Euro (Alter bei Versicherungsbeginn 20 Jahre). Die Beträge bei den kommunalen Zusatzversorgungskassen weichen von diesen hier genannten VBL-Zahlen ab. In der Tendenz ergeben sich aber ähnliche Beträge.

    In bereits laufenden Betriebsrentenfällen, in denen sich die Startgutschrift aufgrund der Neuregelung erhöht, werden die Erhöhungsbeträge rückwirkend ab Renten-beginn geleistet. Das gilt für alle Betriebsrenten, die auf Grundlage einer rentenfernen Startgutschrift oder einer beitragsfreien Startgutschrift mit einer Berechnung nach § 18 Abs. 2 BetrAVG berechnet wurden. Bei der rückwirkenden Be-rechnung der Betriebsrenten ist die Anwendung von Ruhens-, Teilzahlungs- o-der Nichtzahlungsregelungen zu berücksichtigen. Die Tarifvertragsparteien haben geregelt, dass die Erhöhungsbeträge unverzinst ausgezahlt werden.

    Eine Besitzstandsregelung stellt sicher, dass die Startgutschrift in der bisherigen Höhe nicht vermindert wird. Das gilt auch für die um einen eventuellen Zuschlag nach dem Vergleichsmodell erhöhte Startgutschrift.

    Zur ver.di-Pressemeldung vom 09.06.2017: http://bund-laender-nrw.verdi.de/tarif/zusatzversorgung-vbl-zvk/++co++e87dfbdc-4d21-11e7-8de6-525400423e78